TVB feiert nächsten SCHARRena-Heimsieg

Die WILD BOYS des TV Bittenfeld 1898 haben ihre weiße Heimweste gegen die HG Saarlouis bewahrt. In einem vom Spielverlauf her deutlichen 29:25 (14:9)-Heimsieg vor 1.510 Zuschauern feierte das Team einen unerwartet mühelosen Punktgewinn in ihrem Stuttgarter Wohnzimmer. Erfolgreichster Werfer war Dominik Weiß mit sieben Treffern gefolgt von Michael Schweikardt und Lars Friedrich mit jeweils fünf Treffern.

Unerwartet schwach präsentierte sich das nicht in Bestbesetzung antretende saarländische Zweitliga-Team in der Stuttgarter SCHARRena. In den zurückliegenden Spielzeiten waren es immer packende Duelle zwischen den beiden Kontrahenten, in denen es am Ende immer sehr eng zuging. Nicht so am Mittwochabend, als die HG Saarlouis ohne den mit einem Zweitspielrecht bei Frisch Auf Göppingen ausgestatteten Daniel Fontaine antreten musste. Er hatte für das Spiel von den Göppingern keine Freigabe erhalten aufgrund der personellen Situation beim Erstligisten. Hinzu kam eine Verletzung von Abwehrchef Lukasz Czertowicz in der Anfangsphase – er fiel danach verletzt aus.

Angeführt vom angeschlagenen Danijel Grgic strahlten die Gäste in den ersten zehn Minuten der Partie kaum Torgefahr aus. Die Bittenfelder Deckung hatte sich gut auf den HG-Kreisläufer Ingars Dude und seinen Anspieler Grgic eingestellt, das Zusammenspiel der beiden wurde gut vom Mittelblock des TVB unterbunden. Dort hatte sich Jürgen Schweikardt nach seiner heftigen Grippeerkrankung zurückgemeldet. Gemeinsam mit seinen Kollegen Dominik Weiß, Lars Friedrich und Simon Baumgarten legte er in der Abwehr den Grundstein für die schnelle souveräne 4:0-Führung (7.) der WILD BOYS. Den ersten Treffer der Saarländer erzielte nach sieben Minuten der erfolgreichste und jüngste HG-Spieler Tim Suton. Er kam insgesamt auf zehn Treffer und zeigte eine gute Leistung.

Nach einer knappen Viertelstunde hatte sich nicht viel verändert, der TVB führte mit  7:3. Doch beim 9:7 (24.) durch Suton waren die Gäste wieder da und hatten vom zerfahrenen Angriffsspiel der Bittenfelder profitiert. Deren Schwächephase hielt jedoch nur kurz, Lars Friedrich und Dominik Weiß erzielten in Unterzahl die Treffer zwölf und dreizehn, bevor der mit nach vorne eilende Jürgen Schweikardt per Hüftwurf den Pausenstand von 14:9 markierte. Der TVB hatte eine starke Halbzeit gespielt, vergab allerdings zahlreiche gute Einwurfmöglichkeiten, die einen weitaus höheren Rückstand für die HG bedeutet hätten.

Ebenfalls einen guten Tag erwischt hatte Jürgen „die Krake“ Müller, der für seine Mannschaft immer wieder als starker Rückhalt glänzte. Zwei gehaltene Siebenmeter und das Parieren einiger hundertprozentiger Torchancen standen bei ihm zu Buche. Noch wichtiger war das Einleiten der schnellen Gegenstöße, bei denen sich Peter Jungwirth und Tobias Schimmelbauer auszeichnen konnten. So hatte der TVB den Gegner fest im Griff und dominierte über die gesamte Spielzeit den Gegner. Nach 45 Minuten erzielte der gut agierende Friedrich das 22:14, Florian Schöbinger setzte mit dem sehenswerten 27:19 (53.) die endgültige Entscheidung.

Am Ende einer unterhaltsamen Zweitliga-Partie stand ein nie gefährdeter Heimsieg der WILD BOYS vor den Augen des kompletten Bundesliga-Kaders des VfB Stuttgart. Die Profi-Kicker aus der benachbarten Mercedes-Benz-Arena besuchten das WILD BOYS-Spiel mit einer 38-köpfigen Delegation. VfB-Sportdirektor Fredi Bobic gratulierte den TVB-Verantwortlichen zum verdienten Heimsieg, der Bittenfeld auf den vierten Tabellenplatz voranbringt – punktgleich mit dem Drittplatzierten TV Hüttenberg. Am kommenden Samstag hat der TVB die Chance, zwei Punkte aus Ferndorf zu entführen.

TV Bittenfeld 1898:
Müller, Sdunek – Schimmelbauer (2), Schöbinger (4), Kienzle, Weiß (7), M. Schweikardt (5/2), Friedrich (5), Jungwirth (3), Baumgarten (1), Wehner, J. Schweikardt (2/1), Seiz, Szczesny.

HG Saarlouis:
Milosevic, Jonczyk – Krings (1), Fischer (3), Leist (1), Janiszewski, Dude (5), Kessler (3), Fetser (1), Grgic, Holzner (1), Suton (10/3), Czertowicz.