Sensationssieg beim Titelaspiranten!

Mit einem 26:28 (15:13) Auswärtssieg, im Stadtderby beim Titelaspiranten VfL Waiblingen, gelang dem Bittenfelder Perspektivteam  ein sensationelles Ausrufezeichen und zeigte wieder deutlich auf, das in Derbys andere Gesetze gelten. Denn vor der Begegnung konnten die Gegensätze nicht größer sein. Auf der einen Seite die Heimmannschaft,  welche mit erfahrenen Spielern besetzt sind, welche fast alle schon höherklassig gespielt haben und auf der anderen Seite ein Perspektivteam mit einem Durchschnittsalter von unter 21 Jahren, hauptsächlich besetzt mit jungen, hungrigen Nachwuchsspielern.

Das dies aber kein Nachteil sein muss, zeigten schon die ersten Spielminuten. Trotz der verletzungsbedingten Ausfälle von Kapitän Thomas Randi und Kreisläufer Alexander Bischoff, konnten die beiden übrig gebliebenen Mittelblockspieler Wolfgang Federhofer und Dennis Szczesny, gegen den besten Angriff der Liga, voll überzeugen. Zwar mussten sie somit im Abwehrbereich komplett durchspielen und um es vorweg zu nehmen, sie harmonierten prächtig und entwickelten sich, je länger das Spiel dauerte, zu einem fast nicht zu überwindeten Hindernis. Einen weiteren Pluspunkt auf Seiten der Wild Boys war, das Martin Kienzle seinen Nasenbeinbruch auskuriert hatte und somit wieder voll einsatzfähig war und das Jens Baumbach, als letzter erfahrener Spieler, wie schon im Spiel in Göppingen, vor allem in der hektischen Schlussphase, der ruhende Pol auf dem Spielfeld war. 

Die Partie begann auf Seiten der Hausherren nach Plan. Über ein 3:1 und 5:3, konnten diese sich gleich einen kleinen Vorsprung herausspielen. Doch als das Perspektivteam drei Tore in Folge erzielen konnte und urplötzlich in Führung lag, wurde wohl den meisten in der super besetzten Rundsporthalle klar, dass dies nicht wie Hochmütig und wenig respektvoll im Hallenzeitschriftenbericht angekündigt, zu einer einfachen Angelegenheit für den VfL zu werden schien.

Bis zum 10:10 blieb die Partie dann weiter völlig ausgeglichen, bis sich der VfL wieder mit zwei Toren absetzen konnte. Mit einem 15:13 für die Hausherren ging es dann in die Halbzeitpause.

Nach dem Wechsel konnten die Hausherren in Überzahl, zum ersten Mal mit drei Tore in Führung gehen. Doch die Wild Boys hielten weiter dagegen und beim Stande von 19:20 hatte man das Spiel abermals gedreht. Jetzt war das Perspektivteam am Drücker und lag jetzt ständig mit einem bis zwei Tore in Führung. Das der Vorsprung nicht weiter ausgebaut wurde, lag an diesem Abend an der großen Überzahlschwäche. Kurioser weise konnte man insgesamt 10 Strafminuten der Waiblinger, zu keinem einzigen Überzahltor ummünzen als dann auch noch, der nun ins VfL-Tor berufene Marc Krammer, glänzend gegen die Bittenfelder Angreifer reagierte, konnten die Hausherren wieder zum 24:24 bzw. 26:26 ausgleichen. Doch der sehr gut agierende Mittelblock mit einem sich dahinter steigerten Max Baldreich im Tor, hielten sich in der hektischen Schlussphase schadlos und im Angriff konnte Jens Baumbach seine große Erfahrung einbringen und erzielte dann auch noch, unter dem Jubel der zahlreich erschienenen  TVB-Fans, den entscheidenden Treffer zum 26:28 Endstand. Zu erwähnen ist auch noch die Nervenstärke von Pascal Luithard, der beim Stande von 26:26 den vorentscheidenden Siebenmeter, zum 26:27  verwandelte.

Baldreich, Krieg im Tor  –  Federhofer, J.Gantner(1), Gille(3), Kienzle(6), Luithardt(4/3), K.Wissmann, Linsenmaier(1), Volz, Baumbach(4), Schröder, Seiz(3), Szczesny(6)