Zur Spitze fehlt dem TVB ein gutes Stück

Nachhaltig fordern wollten die Bittenfelder Zweitliga-Handballer den Bergischen HC. Davon indes war der TVB ein gutes Stück entfernt, hatte beim 26:34 keine Siegchance. „Wir hatten uns schon gewünscht, längere Zeit mitzuhalten“, sagt der Trainer Günter Schweikardt. „Aber Mannschaften wie dem Bergischen HC können wir derzeit das Wasser nicht reichen.“

Die Rückreise aus Wuppertal dauerte nicht ganz so lange wie aus Emsdetten. Ansonsten dürfte die Stimmung im Bus ähnlich gewesen sein. „Nach solchen Spielen ist die Heimfahrt natürlich nicht ganz so schön“, sagt der Bittenfelder Trainer Günter Schweikardt. Nachdem der TVB beim damaligen Tabellenführer TV Emsdetten beim 26:32 wenig zu bestellen gehabt hatte, sah’s vorgestern beim neuen Ersten nicht viel anders aus.

Dabei hatte sich der TVB nach dem Blitzstart und der 2:0-Führung leise Hoffnungen gemacht, den Gegner eventuell nervös zu machen. Die Bergischen Löwen fingen sich jedoch rasch und zeigten vor allem in den letzten fünf Minuten vor der Pause ihre Klasse. Nachdem sich die Bittenfelder vom 7:12 auf 10:13 herangekämpft hatten, nutzten die Löwen die Fehler des Gegners eiskalt aus und zogen zur Halbzeit auf 16:10 davon. „Das war sicher einer der Knackpunkte“, sagt Schweikardt. „Wir haben uns unheimlich schwergetan, Tore zu werfen.“

Der BHC zwang die Bittenfelder mit ihrem beweglichen und kompakten 6:0-Abwehr immer wieder ins Zeitspiel, das die Schiedsrichter öfter anzeigten als den Bittenfeldern lieb war. Die Folge war, dass der TVB seine Angriffe überhastet abschloss. Konsequenz hieraus wiederum waren gut abgeschlossene Konter des BHC.

Mit dem Zeitspiel sei das so eine Sache, sagt Schweikardt. Unter Umständen sei’s hin und wieder cleverer, sich ein Zeitspiel abpfeifen zu lassen und den Ball abzulegen, statt nach einem unvorbereiteten Wurf einen Gegenstoß zu riskieren. Dass die Schiedsrichter zudem nach dem Geschmack der Bittenfelder das eine oder andere Mal etwas vorschnell Schritte abpfiffen, kam erschwerend hinzu.

Unterm Strich sei der Sieg der BHC aber völlig in Ordnung gewesen, sagt Schweikardt. Die Enttäuschung hielt sich hernach in Grenzen, weil der Gegner übermächtig war. Der Trainer ist der Ansicht, dass die Löwen in dieser Saison stärker sind als im Aufstiegsjahr. „Der BHC ist ein gutes Stück weg von den anderen Mannschaften“, sagt Schweikardt. „Auch von uns.“

Fast ein Drittel der Saison ist vorüber, und allmählich zeichnet sich eine Tendenz ab: Der Bergische HC und der TV Emsdetten dürften eine Klasse für sich sein. Dahinter streitet sich die halbe Liga um den dritten und letzten Aufstiegsplatz. Der TV Bittenfeld hat mit 13:9 Punkten Tuchfühlung zu Rang drei. Um den Kontakt nicht abreißen zu lassen, sollte er aber dringend auch auswärts mal wieder punkten. Und Heimsiege sind sowieso Pflicht.