TV Bittenfeld 1898 unterliegt im bergischen Land

Es bleibt dabei: Für den TV Bittenfeld 1898 läuft es auswärts noch nicht rund. Beim neuen Tabellenführer der 2. Handball-Bundesliga Bergischer HC mussten sich die WILD BOYS mit 34:26 (16:10) geschlagen geben. Erfolgreichster Werfer auf Bittenfelder Seite war Dominik Weiß mit acht Treffern.

Zuhause läuft es bestens für den württembergischen Vertreter aus dem Rems-Murr-Kreis. In der Stuttgarter SCHARRena blieb der TV Bittenfeld 1898 bislang verlustpunktfrei, setzte sich aufgrund der Heimstärke im oberen Tabellendrittel fest. Auswärts sieht es jedoch mager aus. Ausgerechnet beim Erstliga-Absteiger aus dem bergischen Land musste der TVB eine Woche nach dem Heimsieg gegen die SG Leutershausen antreten, um die nächste Auswärtschance auf zwei Punkte in der Ferne wahrnehmen zu können. Beim bestens besetzten Mannschaftskader des Bergischen HC gab es am späten Sonntagnachmittag das erwartet schwere Bundesliga-Duell, das am Ende zugunsten der Hausherren ausfiel.

Dabei startete der TVB gut in die Partie, führte schnell mit 2:0 durch die Treffer der beiden gut aufgelegten Dominik Weiß und Allrounder Florian Schöbinger. Die Antwort des klaren Favoriten ließ nicht lange auf sich warten, der BHC glich nach fünf Minuten durch Kristian Nippes aus und ging durch den ehemaligen WILD BOY Arnor Gunnarsson mit 3:2 in Führung. Danach verlief die Partie zunächst ausgeglichen, auch wenn die Löwen von da an die Führung übernahmen. Nach einer Viertelstunde führte Simon Baumgarten das Team mit seinem Doppelschlag zum 9:7 wieder heran, Weiß markierte fünf Minuten vor der Halbzeitpause das 13:10. Danach unterliefen dem TVB jedoch einige leichtsinnige Fehler, die der BHC eines Erstligisten würdig nutzte und auf 16:10 wegzog. Viktor Szilagyi hatte bis dahin den Angriff der Löwen bestens koordiniert.

„Uns hat heute die Durchschlagskraft im Angriff gegen die kompakte BHC-Abwehr gefehlt“ sagte TVB-Trainer Günter Schweikardt nach dem Spiel. „Wir sind relativ schnell in Rückstand geraten, danach wurde es sehr schwer für uns nochmals heranzukommen“ so Schweikardt weiter. Bittenfeld bemühte sich im zweiten Durchgang in der Offensive mehrere Male vergebens, zeigte einige Fehlwürfe oder technische Fehler. Die nutzte der BHC seinerseits zu Kontertreffern, die innerhalb kürzester Zeit die Partie zugunsten des Gastgebers kippen ließen. Nach einer Dreiviertelstunde lag der TVB mit 25:17 im Hintertreffen.

Eine Besserung der misslichen Lage zeichnete sich in den verbleibenden fünfzehn Minuten zunächst nicht ab. Der Bergische HC zeigte eine konzentrierte Angriffsleistung, die sich durch eine hohe Grundschnelligkeit und Variabilität auszeichnete. Der breite und gut besetzte Kader lässt BHC-Coach Hinze viele Möglichkeiten offen, das Spiel seines Teams zu steuern und den Bedürfnissen anzupassen. Ein großer Pluspunkt der bergischen Löwen stellt definitiv die Abwehr dar, die vor allem durch Michael Hegemann und Maximilian Weiß äußerst stabil wirkt. TVB-Shooter Dominik Weiß machte allerdings alles richtig und hielt sich eher auf Distanz zur Abwehr – mit Erfolg. Er erzielte seine Treffer aus dem Rückraum von neun bis zehn Metern.

Der TVB schien in den verbleibenden fünf Minuten noch einmal das Ergebnis erträglich gestalten zu können, als die Bergischen einige leichtsinnige Fehler fabrizierten und der TVB seine Chancen gut nutzte. Auf 30:25 verkürzten die WILD BOYS, versuchten im Schlussspurt durch eine offensive Deckung den gegnerischen Ballverlust zu erzwingen. Das zeigte jedoch keine Wirkung. Angeführt von den beiden Spielmachern Alexander Oelze und Viktor Szilagyi verbuchte der Bergische HC am Ende einen sicheren 34:26-Heimerfolg.

Bergischer HC:
Stochl, Huhnstock – Szilagyi (1), Hoße (3), Vitek (1), Sabljic (1), Hegemann (4), Gunnarsson (3), Nippes (4), Oelze (9/6), Artmann (1), Wöss (3), Weiß (1), Berggren (3).

TV Bittenfeld 1898:
Müller, Sdunek – Schimmelbauer (2), Schöbinger (4), Kienzle, Weiß (8), M. Schweikardt (2), Friedrich (5/2), J. Schweikardt, Jungwirth, Baumgarten (3), Wehner (2), Seiz, Szczesny.