“So einfach ist das auch wieder nicht”

Es ist zwar nicht über 60 Minuten gelaufen wie am Schnürchen beim Handball-Zweitligisten TV Bittenfeld im Duell mit der SG Leutershausen. Der Bittenfelder Trainer war dennoch zufrieden mit seiner Mannschaft. „Gegen einen Aufsteiger erwartet jeder wie selbstverständlich einen Sieg“, sagt Günter Schweikardt. „Doch so einfach ist das auch wieder nicht.“

Bloß nicht zu Hause verlieren – und schon gar nicht gegen einen Aufsteiger. Das war die Devise der Bittenfelder vor dem Spiel gegen die SG Leutershausen. Schließlich hat der TVB nach der Niederlage beim Ersten TV Emsdetten mit dem Bergischen HC am Sonntag gleich die nächste äußerst schwierige Aufgabe vor der Brust.

Mit 30:24 haben die Bittenfelder die vermeintliche Pflichtaufgabe erfüllt. „Es hat zwar an der einen oder anderen Stelle noch gehakt“, sagte der Bittenfelder Spielmacher Michael Schweikardt direkt nach Spielschluss. „Aber wir haben die Partie trotzdem souverän nach Hause gebracht. Deshalb: Daumen hoch, alles passt.“

Der Trainer der SG Leutershausen erkannte die Überlegenheit der Bittenfelder neidlos an. „Es liegen schon noch Welten zwischen dem TV Bittenfeld und meiner jungen Mannschaft“, sagte Holger Löhr bei der Pressekonferenz. Ihm sei klar gewesen, dass die SG bis zum letzten Spieltag gegen den Abstieg kämpfen werde. „Man muss die Möglichkeiten sehen, die wir haben.“

Knackpunkt war die Umstellung in der Abwehr

Der Bittenfelder Trainer sah „eine gute Leistung“ seiner Mannschaft gegen einen Gegner, der erst einmal bezwungen werden müsse. „Zu Beginn war’s ein bisschen beschwerlich“, sagt Günter Schweikardt. An den zweiten 30 Minuten indes hat er nicht viel auszusetzen. Knackpunkt sei die Umstellung von der 5:1- auf die 6:0-Deckung gewesen. Auf die erste Variante habe sich Leutershausen sehr gut eingestellt, „aber deshalb haben wir ja eine Alternative“.

Die funktionierte, angeführt vom starken Jürgen Schweikardt, ziemlich gut. Gefallen hat dem Trainer, dass seine Mannschaft schnell nach vorne gespielt und die Lücken in der noch nicht formierten Deckung des Gegners ausgenutzt habe. „Ich denke, wir haben ein paar schöne Dinge gesehen.“ Allerdings habe sein Team auch von den vielen leichten Fehlern des Gegners profitiert. Die entgingen freilich auch Holger Löhr nicht. „Wir haben es nicht geschafft, aus dem Rückraum Druck aufzubauen. Deshalb werde ich meine Mannschaft aber nicht öffentlich in die Pfanne hauen.“

Mit dem fünften Sieg im fünften Heimspiel bleiben die Bittenfelder im Rennen um die Aufstiegsplätze. Der TV Emsdetten und der Bergische HC scheinen sich zwar etwas abzusetzen. Dahinter indes ist das Gedränge groß um den dritten und letzten Aufstiegsplatz. Gerade einmal drei Minuspunkte trennen den Tabellendritten ThSV Eisenach und den Neunten SC DHfK Leipzig – wobei die Tabelle etwas schief ist wegen der annullierten Spiele des insolventen SV Post Schwerin.

In eine hervorragende Position könnte sich der TVB hieven, sollte ihm am Sonntag beim Tabellenzweiten Bergischer HC die Überraschung und damit der zweite Auswärtssieg gelingen. Da Eisenach am Wochenende spielfrei ist, verhinderte im Erfolgsfall lediglich das schlechtere Torverhältnis den Sprung auf den dritten Platz.

Ob er sich denn eine realistische Chance bei den Bergischen Löwen ausrechne, wollte der Moderator Achim Kraisel bei der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen Leutershausen vom Bittenfelder Trainer schon wissen. „Wenn wir gut spielen, werden wir auch dort eine Chance haben“, sagte Günter Schweikardt. „Wenn wir nicht gut spielen, haben wir dort keine Chance. So einfach ist das.“

Karten zu verlosen

  • Die Sportredaktion verlost für das Spiel zwischen dem TV Bittenfeld und dem VfL Bad Schwartau in der Stuttgarter Scharrena am Freitag, 23. November (20 Uhr), dreimal zwei Eintrittskarten.
  • Wer mitmachen will beim Gewinnspiel, muss zwei Voraussetzungen erfüllen: Er muss Abonnent der Waiblinger Kreiszeitung, der Schorndorfer Nachrichten, der Welzheimer Zeitung oder der Winnender Zeitung sein. Und er muss sich auskennen im Handball.
  • Hier die Frage: Seit dieser Saison ist Christian Fitzek Geschäftsführer beim VfL Bad Schwartau. Mit welchem Verein wurde er als Spieler deutscher Meister: a.) VfL Gummersbach oder b.) HSV Hamburg?
  • Wenn Sie es wissen und eine der vier Tageszeitungen des ZVW abonniert haben, schicken Sie die Lösung unter Angabe Ihres Namens und Ihrer Adresse bis spätestens Sonntag, 18. November, an uns: per E-Mail (twagner@redaktion.zvw.de), Fax (07151/566-402) oder per Post (Zeitungsverlag Waiblingen, Sportredaktion, Albrecht-Villinger-Straße 10, 71332 Waiblingen).
  • Karten im Vorverkauf gibt es wie immer bei Easy-Ticket,  Tel 0711/2555555/www.easyticket.de und auf der TVB-Geschäftsstelle, Schillerstraße 64,  Tel 07146/2818750, Fax: 07146/2818755, Mail: moh@tvb1898.de
  • Drei Heimspiele hat der TVB nach der Partie gegen Bad Schwartau noch in diesem Kalenderjahr: in der Scharrena am Mittwoch, 5. Dezember (20 Uhr), gegen die HG Saarlouis und am Freitag, 14. Dezember (29 Uhr), gegen Eintracht Hildesheim. Am Mittwoch, 26. Dezember (18 Uhr) gastiert Leipzig in der Porsche-Arena.