Fünfter Sieg im fünften Heimspiel

Handball-Zweitligist TV Bittenfeld hat auch sein fünftes Heimspiel in dieser Saison gewonnen. Vor 1775 Fans in der Stuttgarter Scharrena kamen die Bittenfelder nach zähem Start erst in den zweiten 30 Minuten auf Touren und siegten letztlich ungefährdet mit 30:24. Damit hält der TVB den Kontakt zum Spitzentrio.

Die Bittenfelder erwischten einen guten Start, führten nach sechs Minuten mit 5:2. Dabei mussten sie jedoch selbst nicht allzu viel investieren, sie profitierten vielmehr von einer ganzen Reihe leichter Fehler des Liga-Neulings.

Leutershausen legte mit der Zeit seine Nervosität ab, störte mit viel Laufbereitschaft den Spielaufbau der Bittenfelder. Die wirkten etwas einfallslos und hatten auch in der Defensive ihre Probleme. Die Gäste drückten aufs Tempo, spielten variabel und fanden immer wieder die Lücken in der 5:1-Formation des TVB. Hannes Volk brachte seine Mannschaft in der 15. Minute mit 8:7 in Führung. Die Leutershausener machten in dieser Phase einen wacheren Eindruck, spielten mit mehr Emotionen. Kapital daraus indes schlugen sie nicht, das Spiel war weiterhin geprägt von vielen Unzulänglichkeiten auf beiden Seiten.

In einer Auszeit nach 24 Minuten stellte der Bittenfelder Trainer Günter Schweikardt die Abwehr auf 6:0 um – eine kluge Entscheidung. Die nicht eben groß gewachsenen und körperlich unterlegenen Gäste taten sich schwer aus dem Rückraum – wobei der Ex-Bittenfelder Jan Forstbauer über 60 Minuten blass blieb. Mit der 16:13-Führung, aber ohne überzeugt zu haben, ging der TVB in die Halbzeit.

Jürgen Schweikardt, eigentlich nur in der Abwehr eingesetzt, setzte kurz nach der Pause mit zwei beherzten Angriffen zur 19:14-Führung ein Zeichen. Fortan kontrollierten die Bittenfelder die Partie, bewegten sich mehr. Zwischen gute Aktionen mogelten sich allerdings immer wieder Konzentrationsfehler, so richtig in Fluss kam das Spiel nicht. Verlassen konnte sich der TVB im zweiten Spielabschnitt auf seine Abwehr. Leutershausen fehlten die Ideen und mit zunehmender Spieldauer auch die Kraft. Aus dem Rückraum versuchten sich Simon Kuch und Matthias Conrad mit wechselndem Erfolg. Zwischen fünf und sechs Toren pendelte sich der Vorsprung des TVB ein. Nur beim 22:18 (40.) durften die Gästefans auf die Wende hoffen. Als die Bittenfelder das Tempo anzogen, war die Partie schnell entschieden – spätestens nach dem 27:21 durch Dominik Weiß in der 54. Minute. Zumal der eingewechselte Daniel Sdunek gleich zwei Strafwürfe hielt. Die doppelte Manndeckung des Aufsteigers kam zu spät, die Bittenfelder spielten die Partie souverän zum 30:24-Sieg herunter und bleiben damit in der Spitzengruppe der 2. Bundesliga.

TV Bittenfeld: Müller, Sdunek; Schimmelbauer (2), Schöbinger (1), Weiß (4), Michael Schweikardt (5/3), Friedrich (4), Jürgen Schweikardt (3), Jungwirth (5), Baumgarten (2), Wehner (2), Szczesny, Kienzle (2), Seiz.

SG Leutershausen: Hübe, Peribonio; Frietsch (4), Kuch (4), Gunst (4/3), Forstbauer (2), Ruß (1), Volk (3), Geppert (1), Gäßler (1), Conrad (3), Engels, Kohlbacher (1), Spilger.