Handball-News am spielfreien Wochenende

Der TV Bittenfeld 1898 hat bereits am Freitag sein Auswärtsspiel bei der SG BBM Bietigheim bestritten – und verloren. Am spielfreien Wochenende gibt es dennoch einige wissenswerte und teilweise kuriose Informationen rund um die zweite Liga.

Im übernächsten Heimspiel erwartet der TV Bittenfeld 1898 den SV Post Schwerin in der Scharrena. Ob die Partie am Freitag, 26. Oktober, stattfinden wird, ist fraglich. Es verdichten sich die Anzeichen, dass die insolventen Schweriner den Spielbetrieb demnächst einstellen werden. Jedenfalls gehen dem Verein die Spieler aus. Bei der 26:27-Niederlage in Rostock zuletzt saß gerade noch ein Auswechselspieler auf der Bank. Benjamin Meschke hat seinen vorzeitigen Abschied bereits angekündigt. „Ich spiele garantiert nicht bis zum Schluss für Post“, sagte der zu Saisonbeginn von Rostock nach Schwerin gewechselte Meschke der Schweriner Volkszeitung. Er habe noch nie erlebt, dass es nach nur einer Gehaltszahlung geheißen habe, es sei kein Geld mehr da. Angeblich haben die Spieler des Zweitligisten lediglich das Gehalt für den Juli überwiesen bekommen.

Der HC Empor Rostock hat übrigens angekündigt, die Schweriner finanziell zu unterstützen. HC-Club-Chef Jens Gienapp nannte gegenüber der Ostsee-Zeitung eine Summe von 5000 Euro. Eine nette Geste des Konkurrenten, aus der Patsche helfen wird sie den Postlern aber wohl kaum.

Björgvinn Gustavsson , ehemaliger Torhüter des TV Bittenfeld, wird dem Erstligisten SC Magdeburg für längere Zeit fehlen. Der Isländer ist an einer seltenen Form der Arthritis erkrankt. Die Knie und ein Sprunggelenk sind stark angeschwollen, Gustavsson konnte kaum noch schmerzfrei gehen. Zunächst litt Gustavsson an einer Salmonellen-Infektion, daraus entwickelt sich die sogenannte Reaktive Arthritis.

Schwer geschuftet haben die Verantwortlichen der Stadt Winnenden, damit die Alfred-Kärcher-Sporthalle rechtzeitig zum Eröffnungsspiel zwischen dem TV Bittenfeld und dem HBW Balingen-Weilstetten fertig wird. Es hat geklappt, das Spiel ging ordnungsgemäß über die Bühne. Eine schmucke Spielstätte ist’s geworden. Und weil die nicht gleich bei der Premiere verschmutzt werden sollte, haben die Winnender entsprechende Vorkehrungen getroffen – und die Wände hinter den beiden Toren jeweils mit einer riesigen Folie abgeklebt. Zum Schutz vor hässlichen Harzflecken in der eigentlich harzfreien Halle. Der Balinger Roland Schlinger hat’s trotzdem geschafft, den Ball bei einem Wurf meterweit übers Tor und damit über die Plane zu donnern. Die Winnender werden es verkraftet haben. Überhaupt sollte so ein kleiner Schönheitsfleck kein Problem sein: Wenn der Namensgeber der Halle das nicht wieder hinkriegt, wer sonst?

Mit dem Harz ist das übrigens so eine Sache. Wie Handball-World berichtet, wurde die Partie in der Oberliga Niederrhein zwischen der zweiten Mannschaft des ART Düsseldorf und dem TV Aldekerk nach 30 Minuten abgebrochen – weil der Hausmeister intervenierte. Die Mannschaften machten sich gerade auf den Weg in die Kabine, als der Hausmeister den Schiedsrichtern klarmachte, dass er von seinem Hausrecht Gebrauch mache und die Fortsetzung des Spiels untersage. Grund sei ein leicht verharzter Ball gewesen. Der Hausmeister hatte beide Teams vor dem Spiel auf das Harzverbot hingewiesen. Die Schiedsrichter, die bei keinem Spieler beider Mannschaften Harzbenutzung feststellten, trugen in den Spielbericht den leicht verharzten Ball ein. Beide Mannschaften legten an Ort und Stelle Einspruch gegen den Spielabbruch ein.

Im zweiten Nachholspiel am Mittwoch besiegte die TSG Friesenheim die HSG Nordhorn, den nächsten Heimspielgegner des TV Bittenfeld, mit 31:26. Bis zum 24:23 war die Partie eng, in der Schlussphase setzten sich die Eulen ab. Maßgeblich daran beteiligt war der Ex-TVB-Spieler Marco Hauk mit sechs Treffern.