WILD BOYS feiern Heimsieg gegen Hüttenberg

Die Revanche ist geglückt: Genau eine Woche nach dem Pokalaus gegen den TV 05/07 Hüttenberg haben sich die WILD BOYS des TV Bittenfeld 1898 gegen die Mittelhessen in der 2. Bundesliga durchgesetzt. Beim knappen 28:27 (13:12)-Heimsieg avancierten Peter Jungwirth (neun Treffer) und TVB-Siebenmeter-Killer Jürgen Müller zu den Matchwinnern.

Bereits in der zweiten Runde um den DHB-Pokal hatte sich abgezeichnet, dass zwei gleichwertige Gegner aufeinander treffen. Rund vierzig Minuten lang dominierten die Bittenfelder beim TV Hüttenberg das Spielgeschehen, ehe sie den Hausherren innerhalb von fünf Minuten durch zu viele eigene technische Fehler den Weg zum Heimsieg ebneten. Am Ende stand eine deutliche 32:39-Niederlage für die WILD BOYS.

Am ‚Tag der Deutschen Einheit‘ feierte der TV Bittenfeld 1898 allerdings den doppelten Punktgewinn vor 1.750 Zuschauern in der Stuttgarter SCHARRena. Angetrieben von der einzigartigen Kulisse spielten beide Teams lange Zeit auf Augenhöhe, auch wenn der TVB immer wieder in Führung lag und beim deutlichen 11:8 (18.) durch den wuchtigen Rückraumknaller von Adrian Wehner sowie dem 12:8 wenige Sekunden später durch Peter Jungwirth alle Trümpfe in der Hand hielt. Einmal mehr verpasste es das Team jedoch, die Führung weiter auszubauen und frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. Jürgen Müller hatte bis dahin bereits mehrere Glanzparaden gezeigt.

Da Bittenfeld einige Chancen liegen ließ – Treffer an das Gehäuse der Hüttenberger sowie mehrere unvorbereitete Würfe sorgten sieben Minuten lang für einen torlosen TVB – fanden die Mittelhessen ins Spiel zurück. Hüttenberg agierte gleichzeitig in der Deckung nun auf den Halbpositionen offensiver, ging den gut aufspielenden Lars Friedrich sowie den langen Dominik Weiß frühzeitig an. Kreisläufer Simon Baumgarten verarbeitete vor der Halbzeit den zielsicheren No-Look-Pass von Michael Schweikardt zum 13:10 (27.), die Gäste kamen jedoch nochmals auf 13:12 heran.

Im zweiten Durchgang stiegen Peter Jungwirth und Jürgen Müller zu den Helden des Tages auf. Müller zeigte im Kasten eine beeindruckende Leistung, hielt insgesamt vier Siebenmeter und parierte zudem einige Hundertprozentige des TVH. Auf der rechten Außenbahn sorgte Jungwirth gleich zweimal per Doppelschlag sein Können – sehenswert sein Dreher durch die Beine von Matthias Ritschel zum 16:14 (34.) und sein Doppelpack zum 18:16 (43.). Selbst der Kempa-Trick mit Michael Schweikardt funktionierte in dieser Phase einwandfrei. Der TV Hüttenberg zeigte sich allerdings wenig beeindruckt, kam durch den erst in der zweiten Hälfte spielenden Marc Pechstein im linken Rückraum zu seinen Treffern. Auch die Umstellung auf eine aggressive 3:2:1-Abwehr ließ die Gäste wieder hoffen.

Als Michael Schweikardt den Siebenmeter zum 27:23 rund fünf Minuten vor dem Ende versenkte, schien der erhoffte Heimsieg eigentlich schon in greifbare Nähe gerückt zu sein. Hüttenberg reagierte mit schnellen Treffern durch Andreas Lex und Daniel Wernig. Die letzte Spielminute war dann nichts für schwache Nerven. Beim Stande von 28:27 schlug der Unterarmwurf von Florian Schöbinger knapp neben dem Kasten des TVH ein, dem zehn Sekunden zum Ausgleich blieben. Mit dem siebten Feldspieler erzwang Hüttenberg den Siebenmeter, Daniel Wernig trat an die Linie und scheiterte mit dem Schlusspfiff an Jürgen Müller. Danach gab es kein Halten mehr, die WILD BOYS begruben jubelnd ihren Helden auf dem Spielfeld unter sich.

Angesichts des Heimsieges zeigte sich TVB-Trainer Günter Schweikardt sehr zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. „Das phantastische Publikum hat ein Spiel zweier Mannschaften gesehen, die sich auf Augenhöhe begegnet sind. Ausschlaggebend waren heute die beiden Matchwinner Peter Jungwirth und Jürgen Müller“ sagte er nach Spielende. Mit 8:2-Punkten hat sich der TV Bittenfeld 1898 nun im vorderen Tabellendrittel festgesetzt. In den kommenden Heimspielen soll die Serie halten, dann wird auch wieder Bittenfelds Maskottchen Johnny Blue zusammen mit dem begeisterten Publikum für die nötige Unterstützung des Teams sorgen.

TV Bittenfeld 1898:
Müller, Sdunek – Schimmelbauer (2), Schöbinger (2), Kienzle, Weiß (2), M. Schweikardt (1/1), Friedrich (6/1), J. Schweikardt, Jungwirth (9), Baumgarten (4), Wehner (2), Seiz, Szczesny.

TV 05/07 Hüttenberg:
Ritschel, Redwitz – Pechstein (4), A. Lex (1), Laudt (7), Faulenbach (1), Wernig (7/1), Jezewski (1), Weber (1), S. Lex (1), Scholz (3), Fernandes, Pausch, Stock (1).