TVB scheitert im Pokal an Hüttenberg

Der TV Bittenfeld 1898 ist am Mittwochabend aus dem DHB-Pokalwettbewerb ausgeschieden. Gegen Erstliga-Absteiger TV 05/07 Hüttenberg setzte es vor 300 Zuschauern eine unnötige 32:39 (17:17)-Auswärtsschlappe. Erfolgreichste TVB-Werfer waren Lars Friedrich mit neun und Dominik Weiß mit sechs Treffern.

Eine unnötige und ärgerliche Niederlage mussten die Bittenfelder in der zweiten Runde des DHB-Pokals einstecken. Ärgerlich deshalb, weil das Team aus dem Rems-Murr-Kreis knapp 40 Minuten lang die Auswärtspartie bei den heimstarken Mittelhessen des TV Hüttenberg dominierte. Innerhalb von nur fünf Minuten drehte sich das Blatt jedoch schlagartig, der TVB verlor durch mehrere technische Fehler und Fehlwürfe komplett den Faden und schenkte den möglichen Sieg her. Die stärker werdenden Hausherren nutzten diese Schwächephase der WILD BOYS eiskalt aus und entschieden die Partie frühzeitig.

Zunächst hatte es nach einem ausgeglichenen Pokalspiel ausgesehen, bei dem sich im ersten Durchgang keine der beiden Mannschaften absetzen konnte. Der TVB eröffnete den Torreigen mit dem 0:1 und gewann nach fünf Minuten durch Tobias Schimmelbauer die Oberhand (3:5). Der Linksaußen zeigte in der Anfangsphase eine starke Leistung, musste jedoch bereits nach zehn Spielminuten seine zweite Zeitstrafe absitzen. Beim 4:6 (9.) durch Simon Baumgartens Heber und dem wuchtigen Rückraumtreffer von Lars Friedrich zum 5:7 (10.) betrug der TVB-Vorsprung weiterhin zwei Tore. Hüttenberg fand bis dahin kein probates Mittel gegen die agile 5:1-Deckung der WILD BOYS.

Nach der Herausnahme von Schimmelbauer – ihm drohte bereits die dritte Zeitstrafe und damit die Disqualifikation – und der damit verbundenen Umstellung auf eine 6:0-Abwehrreihe spielte Hüttenberg befreiter auf, kam durch Spielmacher Sven Pausch und Sebastian Weber zu ihren Treffern. Und immer wieder waren es leichte Fehler des TVB im Spielaufbau, die den Hausherren Konterchancen über Daniel Wernig einbrachten. Er war Hüttenbergs erfolgreichster Schütze auf der Außenposition. Mit einem 17:17-Unentschieden wechselten die Teams die Seiten.

Die zweite Halbzeit sollte einen Traumstart für den TVB bereithalten. Friedrich und Martin Kienzle erzielten die schnelle 19:21-Führung für ihr Team, und auch beim 21:23 (36.) durch Kreisläufer Simon Baumgarten sah es gut für Bittenfeld aus. Dann kam der Knackpunkt: Zwei leichtsinnig verworfene gute Torchancen wurden liegen gelassen, zwei Abspielfehler im Angriff luden die Hausherren zu Kontertreffern ein. So konnten die Mittelhessen zum 23:23 (38.) ausgleichen und danach auf 29:24 (43.) davonziehen. Die Partie war damit bereits eine Viertelstunde vor dem Ende entschieden, Bittenfeld konnte diesen Rückstand nicht mehr entscheidend verkürzen.

„Wir haben uns bis zur Mitte der zweiten Halbzeit hier stark präsentiert. Aber innerhalb von fünf Minuten verschenkten wir durch leichtfertige technische Fehler den möglichen Sieg“ sagte ein enttäuschter Günter Schweikardt nach der Partie. Dem Trainerteam fehlten mit Allrounder Florian Schöbinger und dem erkrankten Spielmacher Michael Schweikardt weitere Alternativen. Eine Erklärung für die Schwächephase seiner Mannschaft sei dies jedoch nicht, betonte Schweikardt in diesem Zusammenhang. Adrian Wehner übernahm die Mitteposition und zeigte bis zu seiner leichten Oberschenkelverletzung (35.) eine gute Leistung. Martin Kienzle und Jürgen Schweikardt teilten sich danach die Spielmacher-Rolle.

Damit endete eine von zwei Begegnungen innerhalb einer Woche zwischen den beiden Zweitligisten mit einem verdienten Heimsieg für Hüttenberg. Am kommenden Mittwoch empfängt der TV Bittenfeld 1898 in der SCHARRena den TVH, dieses Mal zu einem Punktspiel. Die Zuschauer dürfen gespannt sein, wie dieses erneute Aufeinandertreffen ausgehen wird.

TV Bittenfeld 1898:
Müller, Sdunek – Schimmelbauer (4), Kienzle (3), Weiß (6), Friedrich (9/4), J. Schweikardt, Jungwirth (3), Baumgarten (3), Wehner (3), Seiz  (1).

TV 05/07 Hüttenberg:
Ritschel, Redwitz – Pechstein (5), A. Lex (4), Faulenbach (4), Wernig (8/3), Jezewski, Weber (5), S. Lex (1), Scholz (2), Fernandes (2), Pausch (4), Stock (1), Ludwig (3).