Konsequenz und Effizienz erwünscht

In seinem zweiten Heimspiel erwartet der Handball-Zweitligist TV Bittenfeld heute in der Scharrena die TSG Ludwigshafen-Friesenheim. Bei den „Eulen“ werden die beiden Ex-Bittenfelder Arni Sigtryggsson und Marco Hauk besonders motiviert sein. „Wir müssen vorne wie hinten konsequenter spielen als in Rostock“, sagt der TVB-Trainer Günter Schweikardt.

Mit großen Erwartungen waren die Bittenfelder nach Rostock gereist, mussten die Punkte aber an der Ostsee lassen. Dabei blieb der TVB ein gutes Stück hinter seiner Leistung aus dem Auftaktspiel gegen Aue zurück. Vor allem in der Abwehr, die über die gesamten 60 Minuten keinen Zugriff bekam. „Es haben viele Faktoren den Ausschlag für die Niederlage gegeben“, sagt der Bittenfelder Trainer Günter Schweikardt. So sei’s nichts Neues, dass die Defensive in der Offensive beginne. Den Angriffen habe die Effizienz gefehlt, das Rückzugsverhalten sei nicht das Beste gewesen. „Wir müssen vorne wie hinten einfach konsequenter spielen.“

Auch wenn die Niederlage der TVB nicht unbedingt einkalkuliert war: Weit größere Sorgen hat der heutige Gegner. Die ersten beiden Spiele gegen die hoch gehandelten HC Erlangen und SC DHfK Leipzig verloren die „Eulen“ jeweils hauchdünn mit 25:26 und stünden mit ein bisschen mehr Glück jetzt mit 4:0 Punkten an der Spitze. Noch viel schlimmer für die TSG ist jedoch die Nachricht, die den Trainer Thomas König am Montag ereilt hat: Spielgestalter Benjamin Matschke, gerade erst genesen von einem Kreuzbandriss, hat sich gegen Leipzig exakt dieselbe Verletzung zugezogen. „Mir tut das furchtbar leid für Benjamin“, sagt Günter Schweikardt, der den 30-Jährigen seit der Jugend kennt. „Ich hoffe, dass er diesen erneuten Rückschlag überwindet.“

Die Friesenheimer, die bereits in der vergangenen Saison arg vom Verletzungspech gebeutelt waren, scheinen in dieser Saison ähnliches Pech zu haben. Außer Matschke fallen auch Torhüter Maximilian Bender mit einem zweifachen Mittelhandbruch und Linkshänder Felix Kossler (Schulteroperation) aus.

Genügend überdurchschnittliche Spieler hat die TSG immer noch in ihren Reihen. Angefangen bei Kevin Klier. Der Torhüter gehörte vor zwei Jahren zu den besten seines Faches in der 1. Liga. Der Spielmacher und Ex-Junioren-Auswahlspieler Andrej Kogut stand einst im Notizblock des Bundestrainers. Im linken Rückraum spielt der 117-fache slowenische Nationalspieler Ognjen Backovic. „Er hat uns mit seiner Durchschlagskraft immer zu schaffen gemacht“, sagt Schweikardt.

Sehr gefährlich sind die Friesenheimer auch von den Außenpositionen. Auf der linken Seite stürmt Philipp Grimm, rechts der Ex-Bittenfelder Marco Hauk. Der hat seit dieser Saison mit Arni Sigtryggsson einen weiteren Ex-TVB-Spieler an seiner Seite. „Die beiden werden sicherlich einen besonderen Ehrgeiz entwickeln“, sagt Schweikardt. „Alles deutet auf ein enges Spiel hin.“ Bis auf Florian Schöbinger (Studium) spielt der TVB in Bestbesetzung.

Info

Tickets fürs Spiel gegen Friesenheim gibt’s heute noch bei den Vorverkaufsstellen von Easy-Ticket () 07 11/2 55 55 55, www.easyticket.de/E-Mail: info@easyticket.de), auf der Geschäftsstelle des TVB (10 bis 14.30 Uhr) oder an der Abendkasse in der Scharrena.