Schmidl ersetzt den verletzten Sdunek

Der Saisonauftakt ist dem TV Bittenfeld mit dem 30:22 gegen den EHV Aue geglückt, nun möchte der TVB im ersten Auswärtsspiel nachlegen. In der vergangenen Saison kehrte er ohne Punkte aus Rostock zurück. Ausfallen wird Torhüter Daniel Sdunek, für ihn rückt Felix Schmidl in den Kader. Adrian Wehner hat seine Oberschenkelzerrung auskuriert.

Ein Heimsieg gegen einen Aufsteiger ist zum Saisonauftakt im Grunde Pflicht. Zwei Punkte im ersten Auswärtsspiel bei einem Gegner mitzunehmen, der in der vergangenen Saison nur knapp dem Abstieg entkommen ist, müsste eigentlich auch machbar sein. Zumal der HC Empor Rostock am ersten Spieltag beim 25:36 in Hildesheim ziemlich unter die Räder kam.

So einfach indes, da ist sich der Bittenfelder Trainer sicher, wird das nicht. „Man kann nicht davon ausgehen, dass Rostock wieder gegen den Abstieg spielen wird – im Gegenteil“, sagt Günter Schweikardt. Selbst wenn: In der vergangenen Saison mussten sich die Bittenfelder an der Ostsee mit 33:36 geschlagen geben und blieben anschließend weitere acht Spiele ohne Sieg.

Bei der Auftaktniederlage in Hildesheim fehlten den Rostockern mit Spielgestalter Kreso Ivankovic und Kapitän Jens Dethloff zwei wichtige Spieler. Beide sollen heute wieder dabei sein. Die Bittenfelder dürfen sich also nicht täuschen lassen – zumal Empor Rostock in der Vorbereitung nicht nur den Ligakonkurrenten Bad Schwartau mit zwölf Toren Differenz aus der Halle fegte, sondern auch den Erstligisten Füchse Berlin in die Knie zwang.

Personell hat sich beim Bittenfelder Gegner einiges verändert. Angefangen beim Trainer. Rastislav Trtik trainierte früher die tschechische Nationalmannschaft und führte den MT Melsungen 2005 in die 1. Liga. Im Tor ersetzt Trtiks Landsmann Jan Kominek, der zuletzt in Budapest spielte, den zum ASV Hamm gewechselten Felix Storbeck. Sven Thormann kehrte aus Schwerin zurück. Der Routinier ist eine der Stützen im Team der Rostocker. Dreh- und Angelpunkt auf dem Feld – und gefährlicher Torschütze – ist Ivankovic. Dessen Kreise müssen die Bittenfelder mit ihrer 5:1-Deckung einengen. Gut besetzt ist Empor auf den Halbpositionen im Rückraum mit Junioren-Nationalspieler Tom Wetzel und dem Ex-Eisenacher Gabor Langhans.

Einstellen muss sich der TVB auf eine variable Deckung des Gegners, der von seiner 6:0-Stammdeckung oft abrückt. Das macht Schweikardt aber keine größeren Sorgen. „Wir haben gegen alle Formationen unsere Möglichkeiten.“ Mit Adrian Wehner hat der Trainer eine weitere Alternative im Rückraum. Der 30-Jährige war gegen Aue wegen einer Oberschenkelzerrung nur bedingt einsatzfähig, nun ist er wieder vollständig genesen. In Bestbesetzung wird der TV Bittenfeld trotzdem nicht antreten: Torhüter Daniel Sdunek zwickt’s in der Leiste, er wird nicht mit nach Rostock reisen. Felix Schmidl bildet mit Jürgen Müller das Gespann. Auch Norwegen-Student Florian Schöbinger steht wieder im Kader.

„Ein Sieg im ersten Auswärtsspiel wäre für die Moral natürlich sehr gut“, sagt Schweikardt. Der Trainer ist sich sicher, „dass wir ein gutes Spiel zeigen werden“.

Ein bisschen Selbstvertrauen vor den nächsten schweren Aufgaben kann zumindest nicht schaden: Mit der TSG Ludwigshafen-Friesenheim, dem ThSV Eisenach, dem TV Hüttenberg und der SG BBM Bietigheim warten ganz dicke Brocken.

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