Ein Sieg ist Pflicht für TVB

In ihrem ersten Pflichtspiel der neuen Saison sind die Bittenfelder Zweitliga-Handballer klar in der Favoritenrolle: In der ersten Runde um den Pokal des Deutschen Handball-Bundes muss der TVB am Sonntag (16 Uhr) beim Bayernligisten TuS Fürstenfeldbruck antreten. „Wir müssen weiterkommen – ohne Wenn und Aber“, sagt TVB-Trainer Günter Schweikardt.

Für die einen ist der DHB-Pokal eine unnötige zusätzliche Strapaze, andere sehnen sich nach einem Knallerlos. Die Bittenfelder Fans bekamen 2009 und 2010 gleich zweimal den Erstligisten Rhein-Neckar-Löwen zu sehen. Während der TVB im zweiten Spiel mehr oder weniger chancenlos war, schnupperte er im ersten an der Sensation.

Solche Spiele würden die Zuschauer gerne öfter sehen. Dazu braucht’s allerdings in erster Linie etwas Losglück, zudem müssen die Spieler zuvor ihre Hausaufgaben erledigen und dürfen sich gegen unterklassige Gegner nicht überraschen lassen. In der vergangenen Saison erlebte der TVB eine böse Überraschung, verpasste mit der 27:29-Heimniederlage gegen den damaligen Drittligisten EHV Aue den Einzug ins Viertelfinale und damit die Chance auf einen hochkarätigen Gegner.

Lösbare Aufgabe, überschaubare Anfahrtsstrecke

Bevor indes die Bittenfelder im ersten Punktspiel morgen in einer Woche in der Scharrena (20 Uhr) versuchen werden, die Aue-Schmach zum Zweitliga-Auftakt gegen den Aufsteiger vergessen zu machen, steht wie üblich die erste Pokalrunde an. Und da hätte der Gegner für den TV Bittenfeld durchaus schlimmer kommen können. „Wir müssen nicht allzu weit fahren, und die Aufgabe ist lösbar“, sagt Günter Schweikardt. Der Trainer hat zwar Respekt vor dem Gegner, „aber natürlich müssen wir als Zweitligist gegen einen Viertligisten eine Runde weiterkommen“.

Der TuS Fürstenfeldbruck wurde in der vergangenen Saison Vizemeister in der Bayernliga und zog ins Final Four um den Bayernpokal ein. Im Endspiel unterlag der TuS dem Drittligisten DJK Rimpar knapp mit 23:27. Trotzdem war Fürstenfeldbruck für den DHB-Pokal qualifiziert und bekommt – nach der TSG Ludwigshafen-Friesenheim in der vergangenen Saison – mit dem TVB erneut einen Zweitligisten zugelost.

Für die Bittenfelder ist die Partie die letzte Standortbestimmung vor dem Liga-Auftakt. Nach zuletzt guten Leistungen und Siegen in der Vorbereitung bekamen sie am Dienstag einen kleinen Dämpfer versetzt – und einen Vorgeschmack auf die neue Saison: Im äußerst hart geführten Freundschaftsspiel unterlag der TVB dem französischen Erstligisten Aix-en-Provence mit 24:29.

Martin Kienzle musste mit einer Nasenverletzung das Spielfeld verlassen. Sein Einsatz am Sonntag ist noch nicht sicher. Ansonsten wird der TVB – abgesehen vom Norwegen-Studenten Florian Schöbinger, in Bestbesetzung antreten.