Turniersieg: TVB gewinnt Hitzeschlacht

Eine Woche vor der ersten DHB-Pokalrunde hat der Handball-Zweitligist TV Bittenfeld erneut einen Turniersieg verbucht: Beim Joker-Jeans-Cup in Bönnigheim gelang ihm ein ungefährdeter 16:11-Erfolg im Finale gegen den Ligakonkurrenten SG Leutershausen.

Am heißesten Tag des Jahres startete der TV Bittenfeld erfolgreich in das Einladungsturnier, das der TSV Bönnigheim zum zweiten Mal veranstaltete. In der Gruppe B bekam es der TVB mit dem Schweizer Team Lakers Stäfa, dem TSV Friedberg sowie dem TSB Horkheim zu tun. Alle drei Hitzeschlachten entschieden die Bittenfelder für sich. Als Gruppensieger wartete am Ende eines kräftezehrenden Tages das Endspiel gegen den anderen Gruppensieger Leutershausen.

Zunächst setzte sich Bittenfeld mit 17:12 gegen den TSV Friedberg durch. Der Drittligist hielt in den Anfangsminuten noch dagegen, hatte dem variablen Angriffsspiel des TVB jedoch mit längerer Spieldauer nichts entgegenzusetzen. Erneut profitierte Bittenfeld von seiner konzentrierten Leistung in der Abwehr, in der Linksaußen Tobias Schimmelbauer als Vorgezogener immer wieder den Spielfluss der Gegner störte. Nach zweimal siebzehneinhalb Minuten war das erste Gruppenspiel vorbei, der favorisierte Zweitligist hatte sich keine Blöße gegeben.

Leutershausen schlägt Bietigheim

In der Zwischenzeit sorgte parallel der Zweitliga-Aufsteiger SG Leutershausen für eine kleine Überraschung. Auf dem Parkett der zweiten Sporthalle schlug der neue Club des Ex-Bittenfelders Jan Forstbauer die favorisierte SG BBM Bietigheim, die vor allem in der Abwehr große Lücken offenbarte. Mit 21:19 setzte sich Leutershausen in einem körperbetonten Duell durch und sicherte sich nach zwei weiteren Erfolgen den Sieg in der A-Gruppe.

Einige kühlende Wasserflaschen später stand für den TV Bittenfeld das nächste Duell gegen einen Drittligisten an. Die TSB Horkheim fand besser ins Spiel und leistete dem TVB lange Zeit Widerstand. Nach dem Schlusspfiff jubelten allerdings die Bittenfelder dank der starken Leistungen ihrer beiden Torhüter Daniel Sdunek und Jürgen Müller. Dennoch zeigte der Vorjahressieger aus Horkheim eine gute Partie und musste sich auch im kleinen Finale gegen die SG BBM Bietigheim im Spiel um Platz drei mit 13:20 geschlagen geben. Der Weg des TVB führte jedoch ins Finale.

Denn: Im abschließenden Gruppenspiel gegen die Gäste aus der Schweiz, den Lakers Stäfa, tat sich der TV Bittenfeld ungewohnt schwer. Temperaturen von knapp 40 Grad machten den Spielern in der Sporthalle zu schaffen, die Bittenfelder übernahmen trotzdem von Beginn an die Führung. Die Partie gegen den Schweizer Erstligisten war geprägt von zahlreichen Fehlwürfen, mit denen sich der TVB das Leben selbst schwermachte.

So glichen die Eidgenossen noch während der ersten Halbzeit mehrere Male aus, in Durchgang zwei übernahmen sie sogar einige Minuten lang die Führung. Einige erfolgreich abgeschlossene Tempogegenstöße der Außen Peter Jungwirth, Tobias Schimmelbauer und Michael Seiz reichten aber aus, um die Partie zu drehen und beim 16:14 als Sieger vom Feld gehen zu können.

Im kampfbetonten Endspiel zwischen dem TV Bittenfeld und der SG Leutershausen setzte sich in den ersten Minuten keines der beiden Teams ab. Es dauerte knapp zehn Minuten, bis der TVB den ersten Zwei-Tore-Vorsprung verbuchte. Die Halbzeitführung (8:5) verdankten die Bittenfelder vor allem ihrem bestens aufgelegten Torhüter Jürgen Müller, der mehrere gute Würfe der SG-Angreifer entschärfte. Im zweiten Durchgang hielt der TVB weiterhin gut dagegen und ließ nichts mehr anbrennen. Trotz der hohen Temperaturen in der Halle und den vorherigen drei Partien merkte man den Spielern die hohe Belastung kaum an. Der TVB siegte letztlich deutlich mit 16:11.