Der große Abschied

Mit der Partie gegen die TSG Ludwigshafen-Friesenheim endet für den TV Bittenfeld morgen eine kräftezehrende Saison. Sechs Spieler werden verabschiedet, zudem wird’s das letzte Pflichtspiel des TVB in der Gemeindehalle sein. „Wir haben uns ganz fest vorgenommen, noch einmal zwei Punkte zu holen“, sagt Trainer Günter Schweikardt.

Nur ein Sieg aus den jüngsten 13 Spielen, 5:21 Punkte: Die Bittenfelder torkeln über die Ziellinie. Morgen Abend wird’s der TVB geschafft haben. Endlich, angesichts der langen Durststrecke. „Natürlich war die Runde sehr lang und die Pause wird uns guttun“, sagt Günter Schweikardt. Für den Bittenfelder Trainer ist die Saison aber erst morgen Abend um kurz vor 21 Uhr zu Ende, wenn die Schiedsrichter Christopher Biaesch und Frank Sattler das Spiel gegen die TSG Ludwigshafen-Friesenheim abgepfiffen haben. Am Ende soll ein Sieg des TVB stehen. Es wäre der erste in der Gemeindehalle seit dem 29:22 gegen den ASV Hamm-Westfalen am 9. März – und zugleich ein würdiger Abschied in der langjährigen Spielstätte des TVB. In der neuen Saison werden die Bittenfelder ihre Heimspiele in Stuttgart austragen: dreimal in der Porsche-Arena, 16 Mal in der Scharrena gleich nebenan.

Wie für den TV Bittenfeld, so geht’s auch für die Friesenheimer „Eulen“ morgen im Grunde lediglich noch um einen guten Saisonabschluss. Drei Punkte mehr auf dem Konto als der TVB hat das Team von Trainer Thomas König. Auf den ersten Blick ist das zu wenig für einen Erstliga-Absteiger. Die TSG indes dürfte froh sein, dass sie auf der sicheren Seite ist. Lange Zeit musste sie den Blick nach hinten richten: Auf den ordentlichen Saisonstart mit 7:5 Punkten folgte eine Serie von 3:19 Punkten, vornehmlich dem großen Verletzungspech geschuldet. Längst indes haben sich die Eulen wieder gefangen, trotzten dem Aufsteiger TUSEM Essen beim 25:25 einen Punkt ab, siegten in Eisenach mit 25:22 und in Nordhorn mit 33:30.

Obwohl die TSG nach wie vor nicht in Bestbesetzung antritt, bringt sie ausreichend überdurchschnittliche Spieler aufs Feld: Torhüter Kevin Klier gehört zu den Besten seines Faches. Stark ist das Kreisläufer-Duo Alexander Becker/Steffen Bühler und die rechte Seite mit Nils Brandt und Marco Hauk. Extrem torgefährlich ist Linksaußen Philipp Grimm, Ognjen Backovic setzt im Rückraum die Akzente.

Die personellen Voraussetzungen für einen Bittenfelder Sieg sind nicht ideal: Arni Sigtryggsson (Wadenverletzung) wird gegen seinen künftigen Club nicht dabei sein, höchstens zu Kurzeinsätzen wird’s für Jan Forstbauer (Patellarsehnenreizung) reichen. Angeschlagen sind Jürgen Schweikardt (Rückenverletzung) und Dominik Weiß (krank).

Für sechs Spieler wird’s das letzte Spiel im TVB-Trikot sein: Gregor Lorger, Arni Sigtryggsson, Arnor Gunnarsson, Thorsten Salzer, Jan Forstbauer und Alexander Heib verlassen den Verein. Insbesondere für TVB-Urgestein Heib, der zum Drittligisten Stuttgarter Kickers wechselt, wird’ ein emotionales Spiel werden. Sein Trainer hofft auf ein Wiedersehen. „Es muss ja kein Abschied für immer sein.“

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