Nächste Niederlage: TVB verliert gegen Leipzig

Das vorletzte Heimspiel in der Gemeindehalle hat der TV Bittenfeld am Samstagabend vor 750 Zuschauern verloren. Gegen den Bundesliga-Neuling SC DHfK Leipzig setzte es eine 25:29 (11:14)-Niederlage. TVB-Torhüter Daniel Sdunek feierte sein Comeback, Dominik Weiß war mit sieben Treffern erfolgreichster Schütze.

Nichts war es mit einem Punktgewinn in eigener Halle vor dem großen Champions-League-Finale des FC Bayern München. Wegen der Entscheidung in der Königsklasse des Fußballs wurde die Partie des TV Bittenfeld gegen die Gäste aus Leipzig ungewohnt früh, bereits um 18.30 Uhr angepfiffen. Der Abend sollte sowohl für die Wild Boys als auch für den deutschen Vertreter aus München schlecht verlaufen. Bittenfeld hielt das Spiel gegen den ambitionierten sächsischen Vertreter aus Leipzig nur im ersten Durchgang offen, musste dann die Überlegenheit neidlos anerkennen.

„Wir konnten nur in einer kurzen Phase des Spiels dagegen halten, das reicht gegen so einen Gegner nicht aus. Leipzig war heute ganz klar das bessere Team“ stellte TVB-Trainer Günter Schweikardt nach der Niederlage fest. Damit meinte er die bisweilen fulminante Aufholjagd seiner Mannschaft im zweiten Durchgang, die jedoch zunächst nur knappe fünf Minuten lang Bestand hatte. Leipzig ließ sich in den Schlussminuten allerdings nicht mehr entscheidend unter Druck setzen. Aber der Reihe nach.

Pünktlich um 18.30 Uhr wurde das Bundesliga-Duell angepfiffen, beide Teams starteten gut und es entwickelte sich zunächst eine sehr ausgeglichene Partie. Die Gäste gingen nach einer Minute mit 1:0 in Führung durch ihren immer Torgefahr ausstrahlenden Mittemann Philipp Seitle. Nach zwei Paraden des gut haltenden Oliver Krechel im Leipziger Gehäuse glich Dominik Weiß nach weiteren zwei Minuten endlich aus – es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch bis zum Ausgleichstreffer von der Siebenmeterlinie durch Arnor Gunnarsson zum 7:7 (14.). Dann diktierte der Tabellenfünfte in der Gemeindehalle das Spielgeschehen zusehends, der im Rückraum durchwechselnde Ulrich Streitenberg sowie Eric Jacob – die torgefährlichsten Leipziger – sorgten mit ihren Treffern für einen komfortablen Vorsprung bereits zur Halbzeit (11:14).

Doch die Partie war zu diesem Zeitpunkt längst noch nicht entschieden. Das Publikum erwartete nach dem Seitenwechsel ein Aufbäumen ihres Teams, oft schon kamen die Wild Boys Anfang des zweiten Durchgangs kämpferisch aus der Kabine zurück und egalisierten einen Rückstand innerhalb weniger Minuten. Gegen Leipzig blieb dieses Dagegenstemmen aus, die Messestädter zogen in Unterzahl auf 11:16 davon und hatten beim 14:20 (41.) bereits sechs Tore Vorsprung. Bittenfelds Rückkehrer Daniel Sdunek wurde von seiner Abwehr zu oft im Stich gelassen – er bekam, genau wie sein Torhüterkollege Gregor Lorger, kaum Chancen, sich auszuzeichnen. Bittenfeld musste wenige Minuten später das 15:23 und 16:24 (47.) hinnehmen, bevor das Team den Rückstand noch einmal verkürzen konnte.

Weiß läutete den packenden Schlussspurt des TVB ein, der Doppelschlag des eingewechselten Adrian Wehner sowie die sehenswerte Direktabnahme des Nachwuchstalents Michael Seiz brachten Bittenfeld wieder auf Tuchfühlung (21:25) – tosender Applaus brach aus, als Lorger zwei starke Paraden gegen Leipzigs Beste Streitenberger und Jacob zeigte. Als Kreisläufer Simon Baumgarten den Anschlusstreffer zum 23:26 (56.) herstellte, kochte die Halle. Zwei weitere Treffer der Gäste sowie ein Fehlwurf des TVB reichten aber Leipzig am Ende aus, um den verdienten Sieg sicher über die Zeit zu retten. Die Aufholjagd des TVB kam zu spät und war nur von kurzer Dauer. Darüber waren sich die gegnerischen Lager beim anschließenden gemeinsamen Fußballabend einig.

TV Bittenfeld:
Lorger, Sdunek – Schimmelbauer (1), Kienzle (1), Weiß (7), Forstbauer (2), Schweikardt (1), Gunnarsson (5/4), Heib, Baumgarten (2), Sigtryggsson (1), Wehner (3), Salzer, Seiz (2).

SC DHfK Leipzig:
Krechel, Galia – Müller (1), Dietzmann, Streitenberger (7), Wolf, Baumgärtel (2), Binder (2), Boese (5/1), Jacob (10), Wagner (1), Riehn, Seitle (1), Telehuz.