Werbung machen für die neue Saison

Mit dem Klassenverbleib hat der TV Bittenfeld sein Saisonziel erreicht. Das bedeutet indes nicht, dass der TVB am Samstag eine Kaffeefahrt nach Korschenbroich unternehmen wird. „Wir wollen nach Möglichkeit noch alle vier Spiele gewinnen“, sagt der Co-Trainer Klaus Hüppchen. „Und wir möchten mit guten Leistungen Werbung betreiben für die neue Saison.“

Erleichtert waren die Bittenfelder nach den schwer erkämpften und glücklichen 31:30-Sieg in der Scharrena gegen die HSG Nordhorn-Lingen. Damit können die Bittenfelder die restlichen vier Aufgaben in dieser Saison locker angehen. „Normalerweise dürfte jetzt keine Verkrampfung mehr zu spüren sein“, sagt der Bittenfelder Co-Trainer Klaus Hüppchen.

Der kommende Gegner spielt bereits seit drei Monaten befreit auf. Mitte Februar hatten die Verantwortlichen des TV Korschenbroich verkündet, den Lizenzantrag für die kommende Zweitliga-Saison aus finanziellen Gründen zurückzuziehen. Damit stand der TVK früh als erster Absteiger fest.

Obgleich der Frust groß war, ließen sich die Korschenbroicher nicht hängen. Hatten sie in der Hinserie schon für so manche Überraschung gesorgt, beispielsweise mit Siegen gegen den Tabellenzweiten TUSEM Essen und gegen den ASV Hamm-Westfalen, holten sie im März unter anderem beim Dritten TV Neuhausen/Erms die Punkte.

„Korschenbroich ist die Sache sehr forsch angegangen und immer kampfstark aufgetreten“, sagt Hüppchen. So erwartet er den Gegner auch morgen. Die große Stärke des TVK ist die Offensive: Nur sechs Mannschaften in der Liga haben mehr Tore erzielt als der Tabellenvorletzte. Mit 221 Treffern liegt Simon Breuer in der Torschützenliste auf dem zweiten Platz. Damit hat er die Rolle seines Bruders David übernommen, der mittlerweile für den Ligarivalen DHC Rheinland spielt. Für beide ist’s eine traurige Saison, schließlich verschwinden auch die Dormagener aus finanziellen Gründen von der Zweitliga-Landkarte.

Im Hinspiel in der Gemeindehalle hinterließ Simon Breuer einen bleibenden Eindruck bei den Bittenfeldern. Die gewannen zwar mit Ach und Krach 32:30. Breuer indes hatte mit 15 Toren seinen Spaß mit der Bittenfelder Deckung. Hüppchen schwärmt vom 28-Jährigen: „In der Spielgestaltung ist er nicht nur auf eine Sache fixiert, er ist selbst sehr torgefährlich und trifft oft die richtigen Entscheidungen.“ Einzig in der Defensive sei Breuer nicht ganz so stark – was auch für die gesamte Korschenbroicher Mannschaft gelte. Breuer in den Griff zu bekommen, sei eine zentrale Aufgabe für die Bittenfelder Defensivabteilung.

Hüppchen schätzt den TV Korschenbroich stärker ein als im Hinspiel, in dem TVK mit Rechtsaußen Mathias Deppisch ein wichtiger Spieler fehlte. Gut besetzt ist der TVK im Rückraum mit Dennis Marquardt, Mathias Fuchs (ehemals Bergischer HC) und Pasqual Tovornik. Gefährlich ist auch das Spiel über den Kreis: Auf knapp sechs Treffer im Schnitt bringt es hier Marcel Görden. Die Bittenfelder dürfen sich also nicht alleine auf Breuers Schlagwürfe konzentrieren, sondern müssen auch den Kreis im Blick haben.

Diese Option griff auch bei den Bittenfeldern zuletzt wieder. Die Aushilfs-Kreisläufer Martin Kienzle und Thorsten Salzer erledigten ihre Aufgabe zwar ordentlich, mit dem wieder genesenen Simon Baumgarten war das Angriffsspiel jedoch deutlich variabler. „Für mich ist der Kreis eine der wichtigsten Positionen überhaupt“, sagt Hüppchen, der ein „interessantes und enges“ Spiel erwartet, in dem es „vermeintlich um nichts mehr geht“.

Hüppchen wünscht sich in den restlichen vier Spielen eine kleine Serie. Dann hätten die Bittenfelder den zehnten Platz in der Endabrechnung sicher, wären nach dem TV Neuhausen/Erms das zweitbeste Team aus Württemberg und hätten das Nachbarschaftsduell mit den Bietigheimern für sich entschieden.

Daniel Sdunek hat noch Trainingsrückstand, deshalb werden Gregor Lorger und Felix Schmidl nochmals das Torhüterduo bilden.