Vorschau auf SCHARRena-Premiere

Es wäre zu schön gewesen: Bei einem Sieg in Schwerin hätten die Zweitliga-Handballer des TV Bittenfeld fünf Spieltage vor Saisonende den Ligaverbleib endgültig sicher gehabt. „Wir haben wieder innerhalb von ein paar Minuten alles weggeworfen“, sagt TVB-Trainer Günter Schweikardt nach der 29:32-Niederlage. „Das nervt schon.“

Noch ist der Blick auf die Tabelle der 2. Bundesliga aus Sicht des TV Bittenfeld einigermaßen erträglich. Sollte der TVB jedoch auch am Freitag bei der Premiere in der Stuttgarter Scharrena (20 Uhr) nicht in der Lage sein, die Serie von neun Spielen ohne Sieg zu beenden, droht der freie Fall bis auf Rang 15. Und ein gewisses, wenn auch minimales Abstiegs-Restrisiko.

Beenden die Bittenfelder die lange Durststrecke gegen den Ex-Bundesligisten Nordhorn, wäre bei acht Punkten Vorsprung und noch vier Spielen alles klar. Zu gut ist die Tordifferenz des TVB gegenüber den Konkurrenten aus Potsdam und Rostock.

Der Bittenfelder Trainer Günter Schweikardt hat längst keine Lust mehr, nach jedem Spieltag die Tabelle zu studieren. Natürlich ist auch ihm klar, dass die Gefahr des Abstiegs – trotz der „bescheidenen“ Serie von 3:15 Punkten – recht gering ist. Selbst wenn der TVB in den verbleibenden fünf Partien ohne Punkt bleiben sollte. Dazu ist das Restprogramm des HC Empor Rostock (TUSEM Essen, ThSV Eisenach, SV Post Schwerin, TV Korschenbroich und HSG Nordhorn-Lingen) und des VfL Potsdam (TUSEM Essen, TV Neuhausen/Erms, TSV GWD Minden und ThSV Eisenach) zu happig. Außerdem werden sich die beiden im direkten Duell die Punkte gegenseitig streitig machen.

Es fehlten Spieler, die Akzente setzen können

Schweikardt indes möchte sich ungern so durch die Saison mogeln. „Das kann nicht unser Anspruch sein“, sagt er. „Wir sollten schon noch den einen oder anderen Punkt holen.“ Auch wenn Schweikardts Fokus bereits der nächsten Saison gilt, will er die Runde „zu einem guten Ende führen“.

Bei der 29:32-Niederlage in Schwerin am Sonntagabend hielten die Bittenfelder das Spiel zumindest über dreiviertel der Spielzeit offen. „In den entscheidenden Phasen fehlten uns Spieler, die Akzente setzen können.“ Dass der TVB mit Daniel Sdunek, Florian Schöbinger und Simon Baumgarten gleich drei wichtige Spieler ersetzen musste, hat die Aufgabe nicht gerade erleichtert. „Das war sicher mit ein Grund dafür, dass es wieder nicht gereicht hat“, sagt Schweikardt. Als Entschuldigung indes will er diesen Umstand nicht gelten lassen. „Andere Mannschaften haben auch mit Verletzungen zu kämpfen.“ Beim jüngsten Gegner beispielsweise fielen mit Jakub Vanek, Ingo Heinze und Tomas Riha zentrale Spieler aus, der rechte Rückraumspieler Dinos Chantziaras musste schon nach 18 Minuten verletzt vom Spielfeld.

Dass die Partie lange Zeit ausgeglichen war, Thorsten Salzer auf der Kreisposition Baumgarten und Schöbinger ordentlich vertrat und Ludek Drobek im Mittelblock „mitgeholfen hat, dass wir lange dran waren“, nützte den Bittenfeldern wenig. Die Punkte blieben wieder einmal beim Gegner.

Nur ungern möchten sich die Bittenfelder am Freitag die Premiere in der Scharrena vermiesen lassen. Die HSG Nordhorn-Lingen indes wird nicht nach Stuttgart reisen, um dem TVB alles Gute zu wünschen für den Umzug. Bei drei Punkten Rückstand auf den dritten Rang dürfen die Nordhorner vom Wiederaufstieg in die 1. Liga zumindest noch träumen.

Scharrena-Karten:

Für das erste Spiel des TVB in der Scharrena am kommenden Freitag, 4. Mai (20 Uhr), gibt es noch rund 200 Karten im Vorverkauf: bei Easy-Ticket ) 07 11/2 55 55 55/www.easyticket.de und auf der TVB-Geschäftsstelle, Schillerstraße 64, ) 0 71 46/2 81 87 50, Fax: 0 71 46/2 81 87 55, Mail: moh@tvb1898.de.