TVB bleibt auch in Schwerin sieglos

Auch beim SV Post Schwerin hat Handball-Zweitligist TV Bittenfeld seine Negativserie von acht sieglosen Spielen nicht beendet und mit 29:32 verloren. Lange Zeit hatte es nicht schlecht für die ersatzgeschwächten Bittenfelder ausgesehen. In der Schlussphase fehlten dem TVB aber die Konzentration und der Dampf.

Der TVB reiste ohne die verletzten Florian Schöbinger und Simon Baumgarten sowie den erkrankten Daniel Sdunek nach Schwerin. Dafür stand zum ersten Mal der A-Jugend-Torhüter Maximilian Baldreich im Kader. Der angeschlagene Alexander Heib war ebenso mit dabei wie Ludek Drobek.

Im Gegensatz zum Spiel gegen Potsdam vor einer Woche, in dem der Routinier 60 Minuten auf der Bank gesessen hatte, kam Drobek gestern schon in der Anfangsphase in der Abwehr zum Einsatz.

In der ausgeglichenen Anfangsviertelstunde machte den Bittenfeldern wieder einmal die mäßige Wurfausbeute zu schaffen. 9:7 führte Schwerin, der TVB hatte nur rund die Hälfte seiner Schüsse im Tor des Gegners untergebracht. Allen voran der zuletzt treffsichere Arni Sigtryggsson und Linksaußen Tobias Schimmelbauer scheiterten an Post-Torhüter Robert Wetzel. Weil auch Gregor Lorger im Bittenfelder Kasten einige Bälle hielt, stand’s nach 20 Minuten 9:9 – wobei der TVB stets einem knappen Rückstand hinterherlief.

Mit seinem dritten Siebenmetertreffer brachte Arnor Gunnarsson sein Team beim 11:10 zum ersten Mal in Führung (22.). Anlass genug für den Schweriner Trainer Christian Prokop, sein Team in der Auszeit neu zu sortieren. Beim 13:11 hatte sich der TVB leicht abgesetzt, doch Schwerin nutzte die Zeitstrafe gegen Martin Kienzle zum 13:13-Ausgleich (25.) durch Danny Anclais. Der Rechtsaußen bereitete den Bittenfeldern bis dato die größten Probleme: Es war bereits sein fünftes Tor.

Heibs toller Treffer brachte dem TVB die 15:14-Führung – und die zweite Zwei-Minuten-Strafe gegen den Schweriner Zeitstrafenkönig Stephan Riediger. Den Überzahlvorteil nutzte der Gast allerdings nicht, so blieb’s zur Pause bei der knappen Führung der Bittenfelder.

Der TVB hielt nach Wiederanpfiff zunächst den knappen Vorsprung. Allerdings musste Jürgen Schweikardt binnen fünf Minuten gleich zweimal auf die Strafbank, diesen Vorteil nutzte Schwerin zur 20:19-Führung (38.) – die erste seit dem 10:9 für den Gastgeber.

Die Partie blieb zunächt eng. Moritz Weltgen sorgte mit einem Doppelschlag für das 24:23 für die Postler. Dazwischen scheiterte Jan Forstbauer gleich zweimal an Igor Levshin (46.), der nach der Pause das Tor der Gastgeber hütete. Johannes Prothmann traf zum 26:24 (50.) – und von da an gings’s bergab.

Nachdem Sigtryggsson und Gunnarsson am starken Levshin gescheitert waren, nutzte Weltgen die Chancen mit zwei Treffern zum 29:25. Der flinke Spielmacher, der dem TVB bereits im Hinspiel große Probleme bereitet hatte, drehte immer mehr auf. Sieben Minuten vor dem Ende bedeutete dies die Vorentscheidung zugunsten der Schweriner.

In der Schlussphase agierten die Bittenfelder zu unkonzentriert für eine erfolgreiche Aufholjagd, leisteten sich Abspielfehler und Fehlwürfe, die zu Kontern führten. Drei Minuten vor dem Ende machte Weltgen mit seinem zehnten Treffer zum 31:26 alles klar für die kampfstarken Schweriner. Während der dritten Zeitstrafe gegen Riediger verkürzten die Bittenfelder zum 32:29-Endstand.

Damit wartet der TVB seit neun Spielen auf einen Sieg. Die nächste Gelegenheit, die Negativserie zu beenden, gibt’s am Freitag (20 Uhr) bei der Premiere in der Stuttgarter Scharrena gegen die HSG Nordhorn-Lingen.

SV Post Schwerin: Levshin, Wetzel; Weltgen (10/5), Riediger (3), Wild, Rauch, Prothmann (4), Murawski (4), Thormann (6), Chantziaras, Anclais (5), Wirt.

TV Bittenfeld: Lorger, Baldreich; Schimmelbauer (4), Kienzle (1), Forstbauer (2), Weiß (6), Schweikardt, Gunnarsson (6/4), Heib (3), Sigtryggsson (2), Wehner (1), Salzer (3), Seiz, Drobek (1).