Trainer Schweikardt zum 26:26 gegen Saarlouis

„Wir sind froh, dass wir nicht verloren haben“, sagt der Bittenfelder Trainer Günter Schweikardt nach dem 26:26 gegen die HG Saarlouis – und ärgert sich doch darüber, „dass wir das Spiel nicht nach Hause gebracht haben“. Wer so viele Großchancen liegen lasse wie sein Team, der dürfe sich über eine Punkteteilung nicht beklagen.

Vor ein paar Wochen, als der TVB in Richtung der Aufstiegsplätze schielte, wäre ein Unentschieden gegen die HG Saarlouis als Rückschlag eingeordnet worden. Die Zeiten indes haben sich geändert: Für den TVB geht’s mittlerweile längst darum, möglichst frühzeitig den Klassenverbleib zu sichern. Nach den Niederlagen des HC Empor Rostock und VfL Potsdam haben die Bittenfelder bei noch sechs ausstehenden Spielen aktuell komfortable acht Punkte Vorsprung auf den einzigen sportlichen Abstiegsplatz.

Das bedeutet, der TVB müsste schon sämtliche Spiele verlieren und die Konkurrenz eine nahezu verlustpunktfreie Schlussserie hinlegen. Dann könnte es noch einmal brenzlig werden. Dass dies ein relativ unwahrscheinlicher Fall ist, weiß auch Günter Schweikardt. Doch so lange rechnerisch noch das minimalste Risiko besteht, will der Trainer nicht durchschnaufen.

Das indes tat er am Samstag, bevor er dem Saarlouiser Trainer Goran Suton die Hand schüttelte und ihm zum Unentschieden gratulierte. Für den neuen Coach der HG war’s ein durchaus positiver Einstand. Immerhin scheint Suton, der die Mannschaft erst heute vor acht Tagen übernommen hat, den Saarländern binnen kurzer Zeit Defensivqualitäten beigebracht zu haben. Oder scheiterten die Bittenfelder eher an ihrer eigenen Offensivschwäche?

Für Schweikardt jedenfalls war die mangelhafte Chancenauswertung der Schlüssel für den verlorenen Punkt. „Wir haben in der Schlussphase ja keine Tore mehr geworfen“, sagt er. In der Tat gingen seine Spieler ziemlich fahrlässig mit ihren Möglichkeiten um. Arni Sigtryggsson („er hat seine Sache einmal mehr sehr gut gemacht“) traf zum 23:19, in den restlichen 13 Minuten gelangen dem TVB lediglich noch drei Tore.

Die exakte Auswertung der Statistik lag dem Trainer gestern zwar noch nicht vor. Alleine 20 gehaltene Würfe des Saarlouiser Torhüters Darius Jonczyk und mindestens ein halbes Dutzend verhaspelter Angriffe lassen die Quote jedoch erahnen. Hinzu kommen technische Fehler, Würfe in den Block sowie neben und übers Tor.

Negativ bemerkbar machte sich, wie befürchtet, der Ausfall von Florian Schöbinger und Simon Baumgarten. Mit den beiden gelernten Kreisläufern hätten sich dem TVB sicherlich bessere Möglichkeiten geboten, die offensive Deckung des Gegners auszuhebeln. Mit der eigenen, neu formierten Deckung war Schweikardt über weite Strecken zufrieden. Deshalb gab’s auch kein Comeback von Ludek Drobek. „Aber es war wichtig, dass wir Ludek in der Hinterhand hatten, falls es nicht funktioniert hätte.“

Unterm Strich war das Remis für Schweikardt zwar ein verschenkter, aber irgendwie auch gewonnener Punkt. „Wir sind einen Schritt weiter.“ Und sein Trainerkollege Goran Suton freute auf „ein erneut packendes Spiel hier im nächsten Jahr“.

Dauerkarten-Platz sichern:

Ende April startet der TV Bittenfeld den Dauerkarten-Vorverkauf für die Spiele in der Stuttgarter Scharrena in der nächsten Saison.

Am morgigen Mittwoch, 25. April, können sich die Fans ihr Ticket bei einer speziellen Aktion sichern. Von 15 bis 20.30 Uhr wird die Scharrena geöffnet sein und allen Fans die Möglichkeit der persönlichen Platzwahl geboten. Diese Platzwahl gilt für insgesamt 16 Heimspiele in der Scharrena und drei zusätzliche Spiele in der benachbarten Porsche-Arena.

Ein Team des TVB wird morgen die neue Spielstätte vorstellen. Zusätzlich nimmt es die Platzwünsche auf und stellt direkt vor Ort, nach der Bezahlung, die Reservierungskarte für die neue Saison aus.