Neuzugang beim TVB – Jungwirth für Gunnarsson

Der TV Bittenfeld hat einen Nachfolger für Rechtsaußen Arnor Gunnarsson gefunden: Vom Erstligisten HSG Wetzlar kommt Peter Jungwirth (24). Den gebürtigen Stuttgarter hatten die Bittenfelder vor Jahren bereits zurück ins Ländle locken wollen. „Jetzt sind wir froh, dass es geklappt hat“, sagt TVB-Trainer Günter Schweikardt.

Vor sechs Wochen unterschrieb Arnor Gunnarsson beim Erstligisten Bergischer HC, nun präsentieren die Bittenfelder seinen Nachfolger: Nach vier Jahren beim Erstligisten HSG Wetzlar wechselt Peter Jungwirth zum TVB. Er wird mit einem Zweijahresvertrag ausgestattet.

Mitte Januar hatte die HSG bekanntgegeben, dass sie den Vertrag mit dem Linkshänder nicht verlängern werde. In dieser Saison teilt sich Jungwirth den Rechtsaußenposten mit dem Ex-Frankfurter Tobias Hahn. Zur neuen Spielzeit verstärkt sich Wetzlar mit Tobias Reichmann, der beim Deutschen Meister THW Kiel hinter dem Nationalspieler Christian Sprenger nicht so richtig zum Zug kommt.

Mit der Verpflichtung Reichmanns war in Wetzlar offenbar kein Platz mehr für Jungwirth – und der Weg frei für den TV Bittenfeld. „Wir waren schon vor einigen Jahren an ihm dran“, sagt TVB-Trainer Günter Schweikardt. „Es hat aber nie funktioniert.“ Nachdem Wetzlar nicht mehr mit Jungwirth plante, habe sich dem TVB wieder die Möglichkeit geboten, ihn anzusprechen.

Dass der TVB mit dem gebürtigen Stuttgarter einen Spieler in die Region zurückholt, sei „eine schöne Sache“. Auf der Suche nach einem Ersatz für Gunnarsson sei die Herkunft jedoch kein Kriterium gewesen. Schweikardt hält nichts von der Forderung, die Kader mit mehr deutschen Spielern zu bestücken. „Es ist doch ganz gleich, ob einer Deutscher, Schweizer, Franzose oder was auch immer ist“, sagt er. Im Sport müsse die Mannschaft zusammenpassen, da spiele die Nationalität keine Rolle.

So oder so: Mit seinen drei Neuverpflichtungen Michael Schweikardt (MT Melsungen), Jürgen Müller (Ystad IF) und Peter Jungwirth (HSG Wetzlar) ist der Trainer sehr zufrieden. „Ich denke, mit ihnen sind wir für die neue Saison gut aufgestellt.“

Peter Jungwirth freut sich auf den TVB, dessen Entwicklung er genau verfolgt hat. „Bittenfeld ist ein sehr guter Zweitligist mit Perspektive nach oben“, sagt Jungwirth. „Das zeigen auch die Verpflichtungen von Jürgen Müller und Michael Schweikardt.“ Deshalb habe er auch kein Problem damit, von der ersten in zweite Liga zu wechseln. „Hier gibt es genügend Reize und Herausforderungen.“ Er selbst hat noch einiges vor. „Ich bin erst 24 und hoffe, ich habe noch Luft nach oben.“

Zur Person

Peter Jungwirth wurde am 29. September 1987 in Stuttgart geboren. Der Linkshänder ist 1,80 Meter groß und wiegt 82 Kilogramm.
Mit dem Handballspielen begonnen hat Jungwirth beim TV Kornwestheim. 2003/2004 wurde er mit der B-Jugend des TVK Deutscher Meister, zwei Jahre später mit der A-Jugend Deutscher Vizemeister. Über die Zweitligisten TV Kornwestheim und HBR Ludwigsburg kam Jungwirth 2007 zum Erstligisten SC Magdeburg, für den er zwei Jahre spielte.
Mit der Junioren-Nationalmannschaft wurde er 2007 Vize-Weltmeister. 2008 schloss sich Jungwirth dem Ligakonkurrenten HSG Wetzlar an.