TVB schafft Remis gegen Potsdam

Der TV Bittenfeld konnte am Osterwochenende keinen doppelten Punktgewinn gegen den stark abstiegsgefährdeten 1. VfL Potsdam verbuchen. Gegen die Gäste reichte es in den letzten Sekunden lediglich zu einem glücklichen 31:31 (14:16)-Unentschieden. Arni Sigtryggsson war mit neun Treffern erfolgreichster Bittenfelder Schütze.

Am Samstagabend herrschte nach dem knappen Unentschieden getrübte Stimmung in der Gemeindehalle. 900 Zuschauer bejubelten nach der Schlusssirene das 31:31 der Bittenfelder Wild Boys – der Isländer Arni Sigtryggsson erzielte in den letzten Sekunden der Partie den Treffer zum erhofften Remis. Lange Zeit hatte es zuvor nach einer Niederlage für den TVB ausgesehen, nachdem die engagiert auftretenden Potsdamer bereits mit 18:22 (43.) geführt hatten. Bittenfeld sollte sich jedoch noch einmal zurückkämpfen, zeigte aber insgesamt eine eher dürftige Mannschaftsleistung.

In der torarmen Anfangsphase hatte keine der beiden Mannschaften die Gelegenheit davon zu ziehen. Beide Teams profitierten von den Fehlern des Gegners, die Partie wogte hin und her. Dies sollte über die gesamte Spielzeit gesehen ein gewohntes Bild bleiben, obwohl die Gäste nach rund 20 Minuten (7:10) besser ins Spiel fanden. TVB-Torhüter Felix Schmidl – er war für den verletzten Gregor Lorger und den angeschlagenen Daniel Sdunek in die Bresche gesprungen – hielt gut und verhinderte in dieser Phase mit sieben Paraden einen höheren Rückstand. Bittenfeld konnte den Potsdamer Vorsprung auf zwei Tore Unterschied konstant halten.

Dennoch hatte der TVB die große Chance auf den Ausgleich noch vor dem Seitenwechsel, nachdem bereits Alexander Heib mit einem Doppelschlag das 10:10 (22.) besorgte. Doch nur eine Minute später lagen die Gäste wieder mit 10:13 in Front. Potsdams zweitbester Werfer Rene Drechsler traf zur verdienten 14:16-Pausenführung gegen den favorisierten Tabellenelften. Der agierte vor dem gegnerischen Tor zu verkrampft, zeigte einfache Fehler und vertendelte mehrere Male den Ball. Zudem hatte die Potsdamer Abwehr den noch im Hinspiel treffsichersten Rückraumschützen Dominik Weiß gut im Griff, die linke Angriffsseite war zeitweise komplett abgestellt.

Der direkte Anschlusstreffer zum 15:16 kurz nach Wiederanpfiff weckte Hoffnungen im Bittenfelder Lager. Das Team kämpfte sich nun verbissener in die Partie, hatte sich für die zweite Halbzeit viel vorgenommen. Doch es blieb zunächst bei der Potsdamer Führung, die überwiegend auf die gute Leistung des Flügelflitzers Marvin Sommer zurück zu führen war. Er versenkte von der linken Seite acht Mal den Ball im TVB-Gehäuse und zeigte sich auch bei Kontern äußerst treffsicher. Zudem entschärfte der ungarische Torhüter Gabor Pulay zahlreiche Wurfversuche der Bittenfelder Angreifer – insgesamt verbuchte der ungarische Keeper fünfzehn Paraden.

„Das war ein äußerst glückliches Unentschieden für uns. Mit unserer Leistung am heutigen Tag können wir absolut nicht zufrieden sein“ zeigte sich Günter Schweikardt enttäuscht vom Auftritt des TVB. Zumal die Partie kurios endete: Nach dem Treffer durch Sigtryggsson bemühte sich Potsdam um ein schnelles Anspiel. Die Partie wurde noch einmal angepfiffen, die Gäste feuerten den Ball ins leere Bittenfelder Tor – Felix Schmidl war kurz zuvor zur Auswechselbank geordert worden. Aber der Treffer zählte nicht, der Ball hatte erst nach dem Schlusspfiff die Torlinie passiert.

TV Bittenfeld:
Sdunek, Schmidl – Schimmelbauer (4), Schöbinger (1), Weiß (3), Schweikardt (3/2), Gunnarsson (5/1), Heib (3), Baumgarten (3), Sigtryggsson (9), Wehner, Salzer.

1. VfL Potsdam:
Pulay, Frank – Melzer (3/2), Barsties (1), Schugardt, Pechstein (4), Bolduan, Urban (3), Drechsler (6), Mellack (2), Schmidt (4), Sommer (8), Reimann, Müller.