Daniel Sdunek im Gespräch

Thomas Wagner sprach Anfang der Woche mit TVB-Torhüter Daniel Sdunek. Er wird seinem Team am Samstag gegen Potsdam vermutlich verletzungsbedingt fehlen.

Herr Sdunek, vor ein paar Wochen lag der TV Bittenfeld noch aussichtsreich im Aufstiegsrennen. Nach 1:9 Punkten in Folge ist der TVB wieder auf dem Boden zurück. Wie groß ist die Enttäuschung bei Ihnen persönlich, dass der TVB nicht länger drangeblieben ist?

  • Ich bin sicherlich auch enttäuscht, hatte ich doch auf deutlich mehr Punkte gehofft. Allerdings war unser Programm im März auch sehr schwer, und gerade in dieser Phase hatten wir eine sehr schlechte Form. Das hat dann zu dieser 1:9-Serie geführt.

Die Saison zeigt: Der TVB ist noch kein Spitzenteam. Woran fehlt’s denn noch?

  • Viel ist es nicht, es sind Kleinigkeiten. Unser größtes Problem ist unsere Unbeständigkeit. Wenn es uns gelingt, unser vorhandenes Potenzial konstant auf hohem Niveau abzurufen, spielen wir um die ersten drei Plätze mit. Das muss das Ziel sein.

Es stehen noch neun Spiele aus. Wird die Saison aus Bittenfelder Sicht nun langweilig oder gibt’s noch ein Saisonziel?

  • Nein, langweilig wird sie auf keinen Fall. Wie Jürgen Schweikardt schon vergangene Woche gesagt hat, wollen wir nicht das schlechteste Württemberg-Team sein. Besonders in den Heimspielen sind wir es auch den Zuschauern schuldig, uns richtig reinzuhauen. Wenn wir auswärts noch ein paar Punkte holen, können wir die erste eingleisige Zweitligasaison versöhnlich beenden.

Am Samstag kommt der VfL Potsdam in die Gemeindehalle. Der VfL stemmt sich vehement gegen den Abstieg, bezwang zuletzt überraschend den Aufstiegskandidaten Leipzig. Bei einem Sieg lägen elf Punkte zwischen dem TVB und dem Abstiegsplatz. Bei einer Niederlage müsste der TVB vielleicht sogar noch ein wenig zittern. Oder sehen Sie keine Gefahr mehr?

  • Am Samstag ist ein Sieg Pflicht – nicht nur, um mit dem Abstieg nichts mehr zu tun zu haben, sondern auch, um den negativen Lauf zu stoppen und wieder Selbstbewusstsein zu tanken. Bei einer Niederlage müsste man sicherlich auch wieder nach unten schauen. Auch wenn unser Polster im Moment noch komfortabel ist: gerettet sind wir noch nicht ganz.