Der TV Bittenfeld ist chancenlos in Minden

Es ist zu befürchten gewesen: Handball-Zweitligist TV Bittenfeld war gestern Abend beim souveränen Tabellenführer TSV GWD Minden chancenlos und unterlag mit 25:32. Es ist zu befürchten gewesen: Handball-Zweitligist TV Bittenfeld war gestern Abend beim souveränen Tabellenführer TSV GWD Minden chancenlos und unterlag mit 25:32 (10:17). Nach 36 Minuten hatte der TVB mit zwölf Toren im Hintertreffen gelegen, hielt die Niederlage dann aber in Grenzen.

Wie schon beim 27:29 gegen TUSEM Essen, so legten die Bittenfelder auch gestern Abend vor 2500 Zuschauern beim Spitzenreiter Minden wieder einen Fehlstart hin. Sie zeigten zu viel Respekt – 0:3 stand’s nach fünf, 1:6 nach neun Minuten. Allen voran Aleksandar Svitlica (insgesamt neun Tore) und Alojscha Schmidt (10) bekam der TVB nicht in den Griff.

Und vorne stimmte die Abschlussquote nicht. So blieb Dominik Weiß, gegen Essen noch sehr zielsicher, in seinen ersten fünf Wurfversuchen ohne Erfolg. Insgesamt brachten die Bittenfelder in den ersten 30 Minuten nicht einmal die Hälfte ihrer Würfe im Mindener Tor unter, in dem Anders Persson eine prima Partie zeigte. Nach 20 Minuten kam der TVB etwas besser ins Spiel, Arnor Gunnarsson verkürzte auf 12:8. Dann war’s aber gleich wieder vorbei mit der Herrlichkeit, bis zur Pause setzte sich der Favorit zum 17:10 ab. Angesichts der Souveränität des Gastgebers bedeutete dies bereits die Vorentscheidung.

Nach der Pause machte Minden schnell alles klar. Mit fünf Toren in Folge setzte es sich auf 22:10 ab – die Bittenfelder schlitterten geradewegs in ein Debakel. 25 Minuten vor dem Ende durfte es für den TVB nur noch darum gehen, die Niederlage unter zehn Toren zu halten.

In seinem sechsten Versuch gelang Weiß das 23:13 (40.). Aber die Mindener waren weit davon entfernt, das Spiel noch mal aus der Hand zu geben. Mit der Auszeit nach dem 24:16 durch Adrian Wehner (43.) wollte der Mindener Trainer Ulf Schefvert wohl eher seine Spieler wieder zu mehr Konzentration ermahnen. Angesichts ihrer Überlegenheit beherzigten das seine Spieler nicht wirklich. Beim 25:19 (47.) sah’s wieder etwas freundlicher aus für den TVB, der nun mehr Herz zeigte. Anschließend indes schaltete Minden wieder einen Gang hoch. Der schwedische Nationalspieler Dalibor Doder kam besser ins Spiel und machte das 29:21 (51.). Natürlich bedeutete dies längst die Entscheidung zugunsten der Spitzenreiters. Am Ende siegte Minden mit 32:25.

Dem TV Bittenfeld muss zugutegehalten werden, dass er sich nicht komplett auseinandernehmen ließ. Arni Sigtryggsson steigerte sich nach der Pause und war mit sieben Toren bester Bittenfelder Werfer. Eine gute Leistung zeigte Keeper Gregor Lorger.

TSV GWD Minden: Persson, Vortmann; Andersson, Skusa (1), Fuchs (1), Bartsch, Steinert (3), Südmeier, Torbrügge, Tesch (2), Schmidt (10/5), Svitlica (9), Doder (6), Klesniks.

TV Bittenfeld: Lorger, Sdunek, Schmidl; Schimmelbauer, Schöbinger (2), Kienzle, Weiß (3), Gunnarsson (3/2), Baumgarten (4), Schweikardt (3/2), Sigtryggsson (7), Wehner (3), Salzer, Seiz.