Minden zeigt Bittenfeld die Grenzen auf

Nach vier Spielen in zwei Wochen steht für die Wild Boys nur ein Punkt auf der Habenseite. Beim Tabellenführer in Minden stand der TVB auf verlorenem Posten, konnte die Niederlage letztlich noch in Grenzen halten. GWD Minden siegt mit 32:25 (17:10), Bittenfeld verliert den Anschluss nach oben.

Die Bittenfelder Mannschaft konnte sich in der Anfangsphase bei Torhüter Gregor Lorger bedanken. Eine Tatsache, die bei einem Zwischenstand von 1:6 nach 10 Minuten merkwürdig erscheint, dennoch der Wahrheit entspricht. Der Torhüter verhinderte mit starken Paraden, dass sein Team einem noch höheren Rückstand hinter laufen musste. In der Offensive wechselten sich unnötige und unglückliche Aktionen miteinander ab.



Der glänzend aufgelegte Mindener Torhüter Persson bewies hinter einer kompakten Deckung warum er und sein Team als Aufstiegsfavorit Nummer eins gehandelt werden. Bittenfeld agierte wehrlos, der Rückstand stagnierte Dank der erwähnten Leistung von Gregor Lorger auf einem erträglichen Niveau. Beim Zwischenstand von 12:8 für Minden kam urplötzlich die Hoffnung auf den Spielverlauf auf den Kopf zu stellen.



GWD bewies in diesen Phasen eine individuelle und mannschaftliche Stärke, der die Wild Boys bis zum 17:10 Pausenstand wenig entgegenzusetzen hatten. Aljoscha Schmidt (10/5) und Aleksandar Svitlica (9) stachen aus ihrer Mannschaft heraus, waren zur Pause und auch im gesamten Spiel die besten Werfer. Schmidt, der sämtliche Siebenmeter sicher versenkte, zeigte sich defensiv aggressiv und offensiv extrem dynamisch.

Im zweiten Spielabschnitt gelang es den Wild Boys das Ergebnis, trotz eines vorübergehenden 12-Tore-Rückstand, unter Kontrolle zu halten. Dabei spielte sicher auch das nachlassende Engagement der Gastgeber eine Rolle, ergänzt durch den Mut der Verzweiflung auf Seiten des TVB. Arni Sigtryggsson, der im ersten Spielabschnitt nur einmal getroffen hatte, erzielte insgesamt sieben Tore und war bester Bittenfelder Werfer.



Minden gab die Kontrolle über das Spiel nie aus der Hand und siegte verdient mit 32:25 (17:10) gegen den TV Bittenfeld. Sollte alles erwartungsgemäß ablaufen, wird es dieses Duell in der kommenden Saison nicht mehr geben. GWD wird dem Ruf der stärksten Mannschaft der Liga gerecht, die Wild Boys müssen mit Blick auf die letzten vier Spiele erkennen, dass es für die Ligaspitze noch nicht reicht. Nach einem freien Wochenende geht es in der Bittenfelder Gemeindehalle gegen Potsdam um fest eingeplante Punkte.  
 

GWD Minden:
Persson, Vortmann – Skusa (1), Fuchs (1), Bartsch, Steinert (3), Südmeier, Torbrügge, Tesch (2), Schmidt (10/5), Svitlica (9), Doder (6), Klesniks


TV Bittenfeld:
Lorger, Sdunek – Schimmelbauer, Schöbinger (2), Kienzle, Weiß (3), Schweikardt (3/2), Gunnarsson (3/2), Baumgarten (4), Sigtryggsson (7), Wehner (3), Seiz, Salzer