Nächster Heimsieg für den TVB

Nach dem deutlichen Auswärtssieg in Düsseldorf setzte sich der TV Bittenfeld am Mittwochabend vor 900 Zuschauern auch gegen den ehemaligen Erstligisten ASV Hamm-Westfalen durch. Beim verdienten 29:22 (15:8)-Heimerfolg waren Tobias Schimmelbauer, Arnor Gunnarsson und Dominik Weiß mit jeweils fünf Treffern erfolgreichste Werfer.

Das ist wahrlich ein perfekter Start für den TV Bittenfeld in die englischen Wochen im aktuellen Monat März. Der deutliche Auswärtserfolg am vergangenen Samstag in Düsseldorf scheint den Wild Boys gut getan zu haben. Endlich nutzte das Team die erarbeiteten Chancen eiskalt aus, machte bereits frühzeitig alles klar. Auch gegen den ASV Hamm-Westfalen zeigte der TVB eine glänzende Mannschaftsleistung, die sich vor allem in der starken Abwehrleistung niederschlug. Sie war erneut Hauptgarant für den doppelten Punktgewinn.

Aggressiv und kämpferisch präsentierten sich die Gäste aus Hamm-Westfalen in der Gemeindehalle. Sie gingen zunächst mit 0:1 in Führung, Bittenfeld legte durch zwei Treffer vom immer besser in Fahrt kommenden Adrian Wehner nach. Von da an entwickelte sich über vierzehn Minuten lang ein Bundesliga-Duell zweier Teams auf Augenhöhe. Bis der TVB von den zahlreichen Paraden von ihrem Torhütergespann Lorger/Sdunek profitieren konnte und beim 8:5 (16.) durch Schimmelbauer und 10:6 (21.) durch Dominik Weiß einen kleinen Vorsprung erkämpfte.

Nach 23 Minuten erfolgte ein kurzzeitiger Bruch im Spiel der Gäste. Der ehemalige Spielertrainer Maik Machulla wurde von den Schiedsrichtern wegen einem groben Foulspiel an Arnor Gunnarsson (Schlag ins Gesicht) mit der Roten Karte disqualifiziert. Hamm-Westfalen erzielte danach bis zur Halbzeit lediglich zwei weitere Treffer, Bittenfeld legte nach und ging mit einer beruhigenden 15:8-Führung in die Pause.

Die Anfangsphase der zweiten Hälfte sollte allerdings nicht gut laufen für den TVB. Die kurze Schwächephase nutzte Hamm-Westfalen gut aus, das Team konnte durch einige Kontertore den Rückstand schnell auf 17:14 (40.) verkürzen. Eine Auszeit im richtigen Moment brachte die Remstäler jedoch wieder in die Spur zurück – ein grippaler Infekt schien Florian Schöbinger nicht aufhalten zu können, er markierte das wichtige 19:15 (41.) und 21:16 (43.). Die Hausherren hatten damit das Kommando zurückerobert und die kurzzeitige Sturm und Drang-Phase des Gegners unbeschadet überstanden.

Eine etwas zerfahrene Schlussphase sollte am Ende einer Bundesliga-Partie stehen, in der Bittenfeld von der ersten Minute an präsent war und sich frühzeitig einen Vorsprung erkämpfte. Gegen kräftig zupackende Gäste gelang ihnen das über beinahe die gesamte Spielzeit. „Heute war die starke Abwehrleistung ausschlaggebend für den verdienten Sieg. Das ganze Team hat sich von der ersten Minute an gegen einen starken Gegner gestemmt“ fasste Co-Trainer Klaus Hüppchen nach dem Punktgewinn zusammen.
 

TV Bittenfeld:
Lorger, Sdunek, Schmidl – Schimmelbauer (5), Schöbinger (4), Forstbauer (1), Weiß (5), Schweikardt, Gunnarsson (5/4), Heib (1), Baumgarten (3), Sigtryggsson (2), Wehner (3), Salzer.

ASV Hamm-Westfalen:
Friedrich, Mrkva – Rycharski (2), Machulla, Schumann (3), Simon (5/2), Wiegers, Schmetz (3/2), Macke, Hynek, Gudat, Hartmann (3), Paul (1), Pomeranz (5).