Gmünd zu stark!

Mit einer verdienten, aber zum Schluss etwas zu Hohen 29:36 (13:17) Heimniederlage, endete das Württembergliga-Spiel des Bittenfelder Perspektivteams gegen die Gäste aus Schwäbisch Gmünd. Der Tabellenvierte war nicht nur körperlich den Wild Boys klar überlegen, sondern auch in Sachen Erfahrung einiges voraus. Schließlich spielen sie schon mehrere Jahre im Ersten Drittel der Württembergligatabelle mit.

Das Spiel begann auf Seiten der Hausherren denkbar schlecht. Schon nach sechs Minuten mußte man beim Stande von 1:5 die Auszeit nehmen. In der gewohnten defensiven Abwehrformation fand man kein Mittel gegen die bulligen Rückraumspielern der Gäste. Und auch die Torhüter konnten nicht mal im Ansatz an die guten Leistungen der Vorwochen anknüpfen. So stellte man die Abwehr auf eine etwas offensivere Variante um und dies zeigte zunächst Wirkung. Beim 5:6 hatte man wieder den Anschluss erzielt. Doch die erfahrenen Gäste stellten sich schnell auf diese Variante ein und bauten den Vorsprung wieder kontinuierlich auf 12:17 aus. Das Junge Team kam durch die ständigen Gegentreffer nicht in den gewohnten Gegenstoß. So biss man sich in der massiven Gästeabwehr die Zähne aus. Nur Martin Kienzle konnte hierbei dagegen halten. Mit 13:17 ging es dann in die Halbzeitpause.

Nach dem Wechsel das gleiche Bild. Während die Gäste ihre Tore relativ einfach erzielen konnten lag auf Seiten der Wild Boys fast die ganze Verantwortung auf Martin Kienzle. So führte ständig Gmünd mit fünf bis sechs Toren Differenz. 12 Minuten vor Schluss zog man dann auf Seiten der Hausherren die letzten Optionen. Die beiden Gmünder Rückraumspieler MBengue und Boizesan wurden in doppelter Manndeckung genommen und der aus beruflichen Gründen schon mehrere Wochen nicht mehr trainierende Torhüter Steffen Krieg wurde ins Tor beordert. Wie schon in der ersten Spielhälfte zeigte die Maßnahme Wirkung und man konnte auf 26:29 verkürzen. Doch leider scheiterte man dann in der folgenden Szene freistehend und kassierte dann wieder zwei Tore in Folge. Die Moral der Wild Boys war nun gebrochen und die Gäste gewannen noch etwas zu deutlich mit 29:36.

Diese verdiente Niederlage stellt für das Perspektivteam kein Beinbruch da. Die Punkte für den angestrebten Klassenerhalt muss man gegen andere Gegner einfahren. Es zeigt aber deutlich, dass man gegen Spitzenteams nur bestehen kann, wenn man im Abwehrbereich incl. Torhüter am Leistungsoptimum agiert. Gelegenheit dazu gibt es am kommenden Wochenende, wenn man im Derby beim SV Fellbach gastiert. Diese agieren ebenso aus einer kompakten Abwehr heraus und man darf gespannt sein wie sich das Perspektivteam bei dieser Herausforderung aus der Affäre zieht. 

Sladek, Baldreich, Krieg im Tor –  Randi (2), Luithard, Federhofer, Bischoff (3), Gantner (3), K.Wissmann, Gille (1),  Kienzle (18/3), Seiz, Drobek (2).