Sdunek kühl, die Linkshänder mutig

Nicht wiederzuerkennen waren die Bittenfelder Zweitliga-Handballer in Nordhorn gegenüber dem Pokalspiel gegen Aue. Garanten des 35:33-Erfolges waren – unter anderem – Torhüter Daniel Sdunek und der zuletzt oft gescholtene rechte Rückraum mit den beiden Linkshändern Arni Sigtryggsson und Jan Forstbauer. Das freut Trainer Günter Schweikardt besonders.

Ausgerechnet Jan Forstbauer und Arni Sigtryggsson, mögen die Bittenfelder Fans gedacht haben. Während Arnor Gunnarsson auf der rechten Außenbahn – bis auf wenige Ausnahmen – in dieser Saison gute bis sehr gute Spiele gezeigt hat, laufen die beiden anderen Linkshänder des TVB auf den Halbpositionen im Rückraum seit Wochen ihrer Form hinterher. Am Samstag indes nahmen Arni Sigtryggsson und Jan Forstbauer ihr Herz in beide Hände und erzielten in der heißen Schlussphase die wegweisenden Treffer zum Sieg.

Dabei gelang den Bittenfeldern in den letzten drei Minuten ein kleines Kunststück: Während Simon Baumgarten für zwei Minuten auf der Strafbank schmorte und der TVB Gefahr lief, den hart erarbeiteten 32:31-Vorsprung zu verspielen, schlug er in Unterzahl zweimal zum vorentscheidenden 34:31 zu. Zwischendurch war Daniel Sdunek bei einem Heber von Alexander Terwolbeck zur Stelle.

Einzelne Spieler herausheben aus einer geschlossenen Teamleistung wollte der Bittenfelder Trainer eigentlich nicht. Aber der starke Auftritt seines Torhüters war Günter Schweikardt natürlich nicht entgangen. „Daniel ist gleich gut in die Partie gekommen“, sagt Schweikardt. In der Tat: Nach zehn Minuten stand’s 4:4, und der 30-Jährige hatte zu diesem Zeitpunkt bereits sieben Bälle gehalten. In einer Phase, in der die Bittenfelder Deckung noch nicht so stabil wirkte. Nach 60 Minuten standen 21 Paraden in Sduneks Statistik, acht weniger hatte sein hoch gehandelter Kollege aufseiten der Nordhorner, Björn Burmester.

Während Sdunek auch in den Spielen zuvor einen guten Job machte, standen die beiden Linkshänder im rechten Rückraum häufig in der Kritik. Zu mutlos, ohne Selbstvertrauen, mit zu wenig Druck und zudem meist mit einem überschaubaren Torerfolg agierten Arni Sigtryggsson und Jan Forstbauer. Die Wurfausbeute des Isländers war auch in Nordhorn nicht gut, diesmal wirkte er aber entschlossener. Eine bessere Quote hatte der Forstbauer, über dessen Auftritt sich sein Trainer besonders freute. „Jan hat ganz entscheidend zum Sieg beigetragen“, sagt Günter Schweikardt.

Mit dem dritten Auswärtssieg in Folge kletterten die Bittenfelder zwar von Rang 16 auf 13. Das Polster Abstand zum ersten Abstiegsplatz bleibt allerdings bei mageren zwei Punkten. „Wir sind nicht viel weiter“, sagt Schweikardt, der – wieder einmal – mit Erstaunen die Ergebnisse der Konkurrenten vernahm. Da nahm der Viertletzte HSG Düsseldorf mit 31:27 die Punkte bei den zuletzt in Bittenfeld überzeugenden Schwerinern mit. Nichts wurde es mit den erhofften vier Punkten Vorsprung des TVB. Nicht minder überraschend war der 32:26-Sieg des Tabellenelften ASV Hamm-Westfalen beim Titelfavoriten TSV GWD Minden. Im Spitzenspiel fegte der TV Neuhausen/Erms den TV Emsdetten mit 31:22 aus der Hofbühlhalle, chancenlos war die SG BBM Bietigheim beim 32:39 in Leipzig. „Die Liga rückt immer enger zusammen“, sagt Schweikardt. Für die Spannung sei das gut, für die gefährdeten Vereine weniger.

Am kommenden Samstag haben die Bittenfelder die große Chance, einen der Konkurrenten zumindest bis zur Spielpause im Januar mit sieben Punkten auf Distanz halten. Ein Sieg gegen den TV Korschenbroich in der Gemeindehalle vorausgesetzt.

Ob der TVB in Bestbesetzung antreten kann, ist nicht sicher. Thorsten Salzer laboriert nach wie vor an einer Adduktorenverletzung, er machte die Reise nach Nordhorn nicht mit. Daniel Sdunek klagte nach dem Spiel über Kniebeschwerden, Florian Schöbinger hat eine Prellung im Oberschenkel. Arnor Gunnarsson musste in Nordhorn mit einer Knöchelverletzung vom Platz, die exakte Diagnose steht noch aus.

 
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