TVB landet Auswärtscoup in Nordhorn

Der TV Bittenfeld hat das schwere Auswärtsspiel bei der HSG Nordhorn-Lingen für sich entschieden. Das Team gewann im Euregium mit 33:35 (19:16) und konnte sich damit weiter von den Abstiegsrängen entfernen. Erfolgreichste Werfer auf Bittenfelder Seite waren Arnor Gunnarsson und Dominik Weiß mit jeweils acht Treffern.

Vier Tage nach dem Pokalaus gegen den EHV Aue hat sich der TVB im Bundesliga-Alltag etwas Luft verschafft. Bereits am Freitag reiste die Mannschaft ohne den am Oberschenkel verletzten Thorsten Salzer an, um gegen den ehemaligen Nordligisten HSG Nordhorn-Lingen anzutreten. Die lange Anreise sollte sich für das Team lohnen – Bittenfeld entführte nach einem hitzigen und spannenden Bundesliga-Duell beide Punkte.

Der TVB ging zunächst durch einen schnellen Treffer von Adrian Wehner und Kreisläufer Simon Baumgarten mit 0:2 (3.) in Führung. Bis dahin hatte der erneut bestens aufgelegte Bittenfelder Schlussmann Daniel Sdunek vier Paraden gezeigt. Danach blieben die Gäste aus dem Schwabenland bis zum 7:7 (17.) dran, bis die HSG in ihrer stärksten Phase zunächst in Überzahl auf 9:7 und 17:14 (27.) wegziehen konnte.

In den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel beim Stande von 19:16 versuchte der TVB den Rückstand so schnell wie möglich zu verkürzen, was ihm nach knapp sechs Minuten auch gelang. Arni Sigtryggsson markierte den 21:20-Anschlusstreffer, wenig später folgte der Ausgleich durch Weiß. In der Folgezeit blieben beide Teams auf Tuchfühlung, immer wieder scheiterten die Bittenfelder am starken HSG-Torhüter Björn Buhrmester und die Nordhorner an Sdunek und Lorger.

Die Partie nahm noch einmal an Fahrt auf, als die Nordhorner Abwehr beherzt zu Werke ging. Einige kleinere Behandlungsunterbrechungen für die TVB-Jungs sorgten für großen Unmut beim Publikum, doch die Wild Boys ließen sich nicht durch die hitzige Atmosphäre beindrucken und hielten sich vor allem über das Zusammenspiel zwischen Kreisläufer und Rückraum im Spiel. Nach 56 Minuten war es dann soweit: Dem Kontertreffer durch den angeschlagenen Tobias Schimmelbauer folgte eine Sdunek-Parade gegen Nils Meyer und Dominik Weiß erzielte die ersehnte 31:32-Führung.

Die entscheidenden Tore für den TVB markierten in den Schlussminuten die beiden Linkshänder im Rückraum, für die es in den vergangenen Wochen nicht ganz so rund lief. Jan Forstbauer konnte beim 31:33 seinen wuchtigen Rückraumwurf im Netz versenken, dann traf auch Arni Sigtryggsson aus zehn Metern. Als die Nordhorner Abwehr zur offenen Manndeckung überging, machte Forstbauer 30 Sekunden vor dem Ende das entscheidende 32:35.

„Heute waren alle Spieler durch die Bank besser als am Dienstag“ meinte Günter Schweikardt in Anlehnung an den schwachen Pokalauftritt. „Wir haben heute mit viel Mut im Angriff gespielt, dafür wurden wir belohnt“. Der TV Bittenfeld hatte wahrlich eine gute Leistung gegen einen engagierten Gegner abgeliefert. In der kommenden Woche muss das Team allerdings nachlegen, damit der Abstand zu Rang 17 weiter vergrößert werden kann.

HSG Nordhorn-Lingen:
Buhrmester, Bartels – Struck (3), Wilmsen, Lammering, Leenders (5), Mickal (8), Hombrink, Meyer (5), Schagen (6/4), Poll (1), Terwolbeck (2), de Boer, Wiese (3).

TV Bittenfeld:
Sdunek, Lorger – Heib (1/1), Schimmelbauer (5), Weiß (8), Forstbauer (4), Schweikardt (2), Gunnarsson (8/5), Schöbinger, Sigtryggsson (3), Pabst, Baumgarten (3), Wehner (1).