Mit Sieg gegen Empor soll es aufwärts gehen

Durch die erneute Auswärtsniederlage in Hamm wartet der TVB inzwischen seit vier Spielen auf einen Sieg. Der heutige Gegner HC Empor Rostock konnte in dieser Saison ebenfalls noch nicht in fremder Halle punkten und dabei soll es vorerst auch bleiben.

Der Saisonstart der Wild Boys erinnert stark an den Auftakt in der Vorsaison. Damals verlor die Mannschaft die ersten vier Spiele in der Fremde, siegte erst Ende Oktober zum ersten Mal auswärts (in Groß-Bieberau). In der neuen eingleisigen 2.Bundesliga gab es bis dato drei erfolglose Auftritte bei den Reisen nach Dormagen, Erlangen und vergangenen Wochenende in Hamm.


Beim Bundesligaabsteiger Hamm-Westfalen kam die Mannschaft von Günter Schweikardt und seinem Trainerteam schlecht aus den Startlöchern. Einen hohen Rückstand konnten die Wild Boys zunächst mehrfach wieder  verkürzen, am Ende aber fehlte die Kraft für weitere Aufholjagden und der ASV Hamm-Westfalen siegte deutlich mit 29:23 (14:10).
Neben dem Langzeitverletzten Simon Baumgarten fehlte auch Adrian Wehner, der weiter mit einem Schulterproblem zu kämpfen hat. Zudem merkte man den von Verletzungen genesenen Florian Schöbinger und Arni Thor Sigtryggsson noch deutliche Rückstände an. Alle dies sind Faktoren, die der Kader des TVB nicht so einfach wegsteckt, zumal das Niveau der gegnerischen Mannschaften in der neu geschaffenen Liga das Gefühl vermittelt aufgestiegen zu sein.


Die Qualifikation für diese Liga fiel dem TV Bittenfeld deutlich leichter als dem heutigen Gegner HC Empor Rostock. Das Team sicherte sich in der Nordstaffel den letzten direkten Qualifikationsplatz und machte es damit deutlich spannender als ursprünglich geplant. Mit 5:5 Punkten ist die Mannschaft aus der Hansestadt in die Saison gestartet und hat dabei nur Punkte in der eignen Halle gesammelt.


Zum Auftakt besiegte die Mannschaft von der Ostsee die SG BBM Bietigheim, am dritten Spieltag dann den VfL Bad Schwartau, der zwei Wochen vorher in Bittenfeld sein Gastspiel verloren hatte. Am vergangenen Wochenende reichte es für die Rostocker dann nur zu einer Punkteteilung gegen die TSG Ludwigshafen-Friesenheim. Dabei zeigten sich Tom Wetzel (7) und Gabor Langhans (6) sehr treffsicher und verhalfen ihrem Team zu einem Remis gegen den Bundesliga-Absteiger.


In dieser Bundesliga spielten die Rostocker nach der Wiedervereinigung für zwei Spielzeiten, von 1991 bis 1993. Bis heute gelang dem Verein die Rückkehr nicht und zwischenzeitig musste Empor sogar den Gang in die Drittklassigkeit antreten. Die goldenen Zeiten des Vereins liegen viele Jahre zurück und wurden allesamt während der Existenz der DDR gefeiert. Neben zahlreichen nationalen Erfolgen (DDR-Meisterschaften und –Pokalsiege) kann Empor auch auf eine ruhmreiche internationale Vergangenheit zurückblicken. Darunter sind die Vereins-Europameisterschaft und Finalteilnahmen sowohl im Europapokal der Landesmeister als auch im Europapokal der Pokalsieger zu erwähnen.


In der Gemeindehalle werden diese vergangenen Glanzzeiten keine Rolle mehr spielen und es geht im Alltag der 2.Bundesliga um zwei wichtige Zähler. Mit einem Sieg könnte der TVB mit den Gästen aus Mecklenburg-Vorpommern gleichziehen und einen Sprung zurück in das Mittelfeld der Tabelle machen. Als aktuell Siebzehnter liegen die Bittenfelder Jungs sechs Plätze hinter den Rostockern (11.). 
Besser platziert sind die beiden Topschützen der Vereine, die jeweils unter den besten zehn Werfern der Liga vertreten sind. Arnor Gunnarsson ist mit seiner Ausbeute (32 Tore / 12 Siebenmeter) auf Rang fünf der Torschützenliste, während mit Rico Göde (31 Tore / 2 Siebenmeter) der beste Rostocker Schütze auf dem neunten Platz geführt wird.
Am Ende können die einzelnen Akteure zwar ausschlaggebend sein, dennoch stellt eine starke Mannschaftsleistung die wichtige Grundlage. Solch eine Teamleistung wird heute von Nöten sein, um den zweiten Heimsieg der Saison einzufahren. Dazu kommt natürlich eine hoffentlich großartige Unterstützung von den Rängen der Gemeindehalle, in der die Mannschaft nunmehr seit 17 Spielen ungeschlagen ist.