Bittenfeld bleibt auswärts ohne Punkt

Der TV Bittenfeld verliert auch das dritte Auswärtsspiel in der eingleisigen 2.Bundesliga. Beim Erstligaabsteiger ASV Hamm-Westfalen unterlagen die Wild Boys am Ende deutlich mit 23:29 (10:14).

Als Tabellennachbarn gingen der TV Bittenfeld und der ASV Hamm-Westfalen in die Auseinandersetzung am Freitagabend. Beide Teams starteten mit 3:5 Punkten in die neu geschaffene Liga, wollten für einen Ausgleich ihres Punktekontos sorgen. Auf dem Weg zur Umsetzung dieser Zielvorgabe erwischten die Gastgeber den besseren Start.


Nach 15 Minuten führte die Mannschaft vom Hammer Spielertrainer Maik Machulla mit 10:4, ließ sich erst von einer Bittenfelder Auszeit bremsen. Günter Schweikardt justierte die Ausrichtung seiner Mannschaft neu und fand dabei offensichtlich die passenden Worte. Die Wild Boys verkürzten den Rückstand auf drei Tore, Arnor Gunnarsson brachte mit seinem ersten Treffer die Hoffnung zurück.


Wie gewonnen, so zerronnen – drei Minuten vor dem Seitenwechsel stand es urplötzlich wieder 14:7 für die Westfalen. Die Bittenfelder Jungs verspielten die hart erarbeitete Aufholjagd und wirkten dabei zeitweise fahrig und nicht konsequent genug. Dank einer doppelten Überzahl kurz vor der Halbzeitsirene gelang es den Wild Boys mit lediglich vier Toren Rückstand in die Kabine zu gehen.

Einer der Erfolgsfaktoren auf Seiten der Gastgeber war Tomas Mrkva, der im Tor eine großartige Leistung zeigte und die Bittenfelder zur Verzweiflung trieb. Gregor Lorger, der auf der anderen Seite seine beste Phase rund um die Halbzeit hatte, legte mit seiner Leistung zeitweise die Grundlage für das nächste Kapitel in Sachen Aufholjagden. 


Beim Stand von 13:15 aus der Sicht des TV Bittenfeld, boten sich für das Team aus dem Rems-Murr-Kreis gleich zwei Gelegenheit den Anschlusstreffer zu erzielen. Es passte in dieses Spiel, dass die ausgelassenen Gelegenheiten der Bittenfelder eiskalt bestraft wurden und Hamm endgültig davon zog.


Zwischenzeitig wuchs der Rückstand auf acht Tore an, pendelte sich am Ende des Spiels auf sechs Treffer Differenz ein. Der ASV Hamm siegte unter dem Strich hoch verdient mit 29:23 (14:10), ein Fazit dass auch Günter Schweikardt nach dem Spiel teilte. „Wir haben nur rund um die Halbzeit eine gute Leistung gezeigt, das ist gegen einen solchen Gegner zu wenig und reicht nicht um Punkte mitzunehmen.“


Am kommenden Wochenende kommt der HC Empor Rostock in die Gemeindehalle und es wird nach drei sieglosen Spielen Zeit für einen doppelten Punktgewinn der Wild Boys. Dabei kann dann hoffentlich auch wieder Adrian Wehner mitwirken, der nach seiner Schulterverletzung zurück im Training erwartet wird.   

ASV Hamm-Westfalen:
Friedrich, Mrkva – Rycharski, Machulla (4), Schumann, Simon (7/5), Wiegers (2), Macke, Polasek, Hynek, Gudat (7), Hartmann (6), Paul, Lammers (3)

TV Bittenfeld:
Sdunek, Lorger – Heib (1), Schimmelbauer (1), Schöbinger (1), Kienzle (2), Weiß (1), Forstbauer (2), Salzer (2), Schweikardt (5), Gunnarsson (6/3), Sigtryggsson (1), Pabst (1)