In der eigenen Halle zurück in die Erfolgsspur

Nach drei Spieltagen in der neu geschaffenen eingleisigen 2.Bundesliga zeigt sich ein deutlicher Trend. Die Heimspiele werden einen noch wichtigeren Faktor darstellen als bereits im Vorjahr. Nach zwei Auswärtsniederlagen in Dormagen und Erlangen, soll es auch deswegen für die Bittenfelder Jungs einen Sieg in der eigenen Halle geben.

Nach Erfolgen – sowohl im DHB-Pokal als auch im ersten Heimspiel gegen Bad Schwartau, kassierten die Wild Boys zwei Pleiten in fremden Hallen. Nach der herben Niederlage in Dormagen war es am vergangenen Wochenende ganz eng. Eine beeindruckende Aufholjagd wurde am Ende nicht belohnt, die Negativserie in Erlangen um ein Spiel erweitert.

Da kommt das Heimspiel am Samstagabend in der Gemeindehalle gerade Recht. Unsere Mannschaft hat die letzten 16 Spiele auf dem eigenen Parkett gewonnen und will diese Serie in der Bittenfelder Festung natürlich unbeirrt fortsetzen. Der Saisonstart erinnert ein wenig an die Vorsaison, in die der TVB ebenfalls mit 2:4 Punkten und zwei Niederlagen in fremder Halle startete.
Einer der Gründe dafür liegt sicher in der angespannten Personalsituation, sowohl in der Vorbereitung als auch in den ersten Spielen. Simon Baumgarten arbeitet noch fleißig für sein Comebach, Adrian Wehner fehlte verletzt in Erlangen und sowohl Florian Schöbinger als auch Arni Thor Sigytryggsson haben nach ihren Verletzungen noch nicht die Bestform und die gewohnte Stabilität zurück.

Wie zu Beginn der Saison prognostiziert muss sich die neue Liga erst einmal sortieren. Nach drei Spieltagen scheint es noch deutlich zu früh, um eine Lagebestimmung abzugeben. Auffällig sind, wie in der vergangenen Saison, die sehr konstanten Heimleistungen aller Mannschaften. Nur wenig Teams schafften es bisher Punkte aus der Fremde mitzunehmen.


Spitzenmannschaften aus der Vorsaison kämpfen noch mit der Umstellung auf die neue Umgebung. Bietigheim steht mit nur einem Punkt am Ende der Tabelle, auch der TV Korschenbroich hat nach drei knappen Niederlagen noch kein Bein an den Boden bekommen. Stark präsentierte sich, neben Ligakrösus GWD Minden und Bundesligaabsteiger DHC Rheinland, die Mannschaft aus Neuhausen, die aus zwei Heimspielen die volle Ausbeute holte und noch ein Nachholspiel in der Hinterhand hat.

Mit der HSG Düsseldorf kommt ein Team nach Bittenfeld hinter dem noch einige Fragezeichen stehen. Neben Niederlagen gegen die Bundesligaabsteiger Friesenheim und Dormagen gab es einen Punktgewinn bei der SG BBM Bietigheim. Alle Spiele endeten knapp, so dass die Mannschaft zwar im hinteren Tabellendrittel steht, es aber für die Verkündung eines Fehlstarts zu früh ist.  
Die Geschichte unseres heutigen Gastes hat einige spannende Kapitel zu bieten. Ende der 80er Jahre waren die Düsseldorfer, damals noch unter dem Namen TURU Düsseldorf, auf dem Zenit ihres Schaffens. Die Mannschaft erreichte das Pokalfinale, wurde Vizemeister und gewann im Jahr 1989 sogar den EHF Pokal. Von 1984 an bis 1996 spielten die Düsseldorfer, mit einem Jahr Unterbrechung, im Oberhaus des deutschen Handballs.

In den ersten vier Duellen in der 2.Bundesliga konnten unsere Wild Boys gegen die Spieler aus der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt keinen Sieg landen. Neben einem Remis im Dezember 2008 hagelte es drei Niederlagen. In der letzten Saison dann die Wende zum Guten – unser Team siegte sowohl in der Gemeindehalle als auch im in einem packenden Duell in Düsseldorf. Bei dem Spiel im März erzielte Arnor Gunnarsson alleine 14 Treffer und avancierte zum Mann des Tages.
Ein gutes Omen für den aktuellen und in der Vorsaison besten Torschützen der Wild Boys. Wenn dazu noch der frisch gebackene Papa Daniel Sdunek, die Form aus dem Erlangen-Spiel wiederholen kann, steht einer Verlängerung der beeindruckenden Heimserie nichts mehr im Wege. Hoffen wir, dass ihn der kleine Milo nachts nicht zu sehr beschäftigt und wir einen ausgeruhten, stolzen Vater erleben.