„Wir können jeden schlagen“

Alexander Heib im Interview mit der WKZ.

Herr Heib, mit Spannung wurde der erste Spieltag erwartet. Welches Ergebnis hat Sie am meisten überrascht?

Keines der Ergebnisse konnte für eine große Überraschung sorgen. Ich denke, die meisten Spiele haben gezeigt, wie eng die Liga ist und wie viel Qualität sie mitbringt. Kleine Überraschungen waren jedoch dabei, beispielsweise der Auswärtssieg von Nordhorn in Emsdetten. Das hätte ich anders getippt.

Dass der TVB heimstark ist, hat er mit den Siegen gegen Erlangen und Bad Schwartau bestätigt. Hatten Sie Bammel, dass der Saisonauftakt in die Hosen gehen könnte?

Nein, hatte ich nicht. Der nötige Respekt und die Nervosität vor dem Spiel waren da, aber ich hatte keine Angst, dass etwas schieflaufen könnte. Jedes Spiel hängt von unserer eigenen Leistung ab. Wenn wir diese abrufen, können wir jeden Gegner schlagen – auch auswärts.

Die erste Auswärtshürde könnte mit dem Erstliga-Absteiger DHC Rheinland kaum höher sein. Wie groß sind die Chancen, dort zu bestehen?

Es ist wichtig, die Stärken und Schwächen des Gegners zu analysieren und den nötigen Respekt zu haben. Aber am wichtigsten ist der Glaube jedes Einzelnen an sich selbst. Wenn er da ist und jeder seinen Teil dazu beiträgt, haben wir sehr gute Chancen, den ersten Auswärtssieg einzufahren.

Für Sie selbst lief’s in den ersten beiden Pflichtspielen sehr gut. Dabei wurden Sie – wie einige andere Mitspieler – in der Vorbereitung durch eine Verletzung zurückgeworfen. Ist mittlerweile wieder alles in Ordnung?

Wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel musste ich drei Wochen pausieren. Jetzt ist alles ausgeheilt, ich bin wieder fit. Man verlernt ja das Handballspielen nicht gleich, aber ich musste konditionell schon etwas nachholen. Die ersten zwei Spiele waren ganz gut, es gibt aber immer etwas zu verbessern. Ich versuche, das Vertrauen des Trainers auf dem Platz zurückzuzahlen, indem ich immer 100 Prozent gebe. Momentan ist das Vertrauen da und es läuft gut. Auszuruhen auf den guten Leistungen, das gibt’s jedoch nicht.