Augenhöhe

VfL-Trainer Knorr und Bittenfelds Co Hüppchen waren sich einig:
„es war ein Spiel auf Augenhöhe“, und haben damit auch eine kompetente Antwort auf die gern diskutierte Frage, wer denn nun stärker sei, Nord- oder Südstaffel-Vereine, gegeben. Beide Mannschaften präsentierten sich in einer für den Saisonbeginn erstaunlich guten Verfassung, begeisterten mit anspruchsvoller Spielkultur, hohem Tempo und beeindruckender, vorbildlicher Fairness.

Null (!) Strafminuten gab es für die am Vormittag eingeflogenen Schwartauer, die ihre weite Reise als ausgesprochen problemlos, weil angenehm empfanden, und am späten Vormittag noch eine Trainingseinheit in der Bittenfelder Gemeindehalle absolvierten. Anfangs noch ziemlich nervös fanden die sympathischen Gäste als erste zu ihrer spielerischen Linie. Mit harten, schnellen Ballpassagen stürzten Hinrichsen, Schult, Podpolinski, Wagner & Co., die TVB-Abwehr von einer Verlegenheit in die andere. Die zu starre 6:0-Deckungsformation wurde immer wieder klassisch ausmanövriert. 3:6, 6:9, 9:12 hieß es nach 20 Min., obwohl Sdunek im Tor des TVB einige starke Szenen hatte. Die variable 5:1 und 3:2:1-Gäste-Abwehr lies das TVB-Angriffsspiel nicht zur Entfaltung kommen.
Trainer Schweikardt reagierte, brachte Schöbinger und Neuzugang Gregor Lorger im Tor, der auch gleich mit tollen Paraden faszinierte. Die Aufholjagd begann.
Klasse wie Schöbinger, Salzer, Heib und Schweikardt nun in der Deckung und im Spielaufbau operierten, sowie Wehner, Weiß, Schimmelbauer, der explosive Gunnarsson – mit 10 Toren Torschützenkönig, ihre exzellenten individuellen Fähigkeiten und ihr tolles Wurfrepertoire vor allem in Spielhäfte zwei zur Geltung brachten: Über 12:12, 17:15 (Halbzeitstand), 25:20, 28:22, 32:27, bis zum verdienten Endstand von 34:30.
Fazit: Nach einem solchen Spiel der beiden Tabellenvierten in der vergangenen Saison, kann schon jetzt festgestellt werden: diese neue Liga ist ein exorbitanter Gewinn für den Handball.