Der letzte Angriff bringt den dritten Auswärtssieg

Der TV Bittenfeld konnte den Schwung aus dem Heimerfolg gegen den Bergischen HC mitnehmen und auch bei der HG Saarlouis doppelt punkten. Trotz eines langen Rückstandes siegte das Team aus dem Rems-Murr-Kreis, durch einen Last-Minute-Treffer von Thorsten Salzer, mit 33:34 (19:17). Bester Torschütze bei den Wild Boys war Adrian Wehner mit 7 Toren.

Die 57.Spielminute war schon fast komplett, als dem TV Bittenfeld in Saarlouis die erste Führung gelang. Arni Thor Sigtryggsson, der bereits die vorangegangenen drei TVB-Treffer erzielt hatte, gelang der wichtige Ausgleich und die Wende in einem temporeichen Handballspiel. Lange Zeit, vor allem im Mittelteil des zweiten Durchganges, hatte es nach einer Fortsetzung der punktlosen Auswärtsauftritte des TVB ausgesehen. Die moderate Pausenführung (19:17) baute die HG Saarlouis bis zur 40.Minute mit einer gnadenlosen  5-Tore-Serie auf 25:20 aus.

Im Hinspiel hatten die Saarländer einen noch höheren Rückstand in Bittenfeld aufgeholt, das Spiel dennoch am Ende knapp verloren. Der Rückstand schmolz auch diesmal zusammen und der TVB war, mit vier Toren in Folge, dem Ausgleich ganz nah. Angetrieben von einem wie entfesselt haltenden Torhüter Bastian Rutschmann, ließen die Bittenfelder nicht locker und schafften es die Partie auf der Zielgerade zu kippen. Einen großen Anteil daran hatte Adrian Wehner, der mit seinen sieben Feldtoren extrem auffällig agierte.

In Unterzahl erhielt der TVB die Chance den letzten Angriff zu spielen. Ohne den auf der Strafbank schmorenden Isländer Sigtryggsson gelang dem anderen Winterneuzugang das Tor des Tages. Thorsten Salzer nahm sich Sekunden vor dem Ende ein Herz und versenkte den Ball mit einem Knickwurf von der halbrechten Position. Damit war der extrem wichtige Sieg für die Wild Boys perfekt, die sich mit diesen zwei Zählern von Saarlouis und den kritischen Plätzen neun und zehn ein wenig absetzen können.

Schon am kommenden Wochenende kann die Mannschaft das neue Selbstvertrauen in fremden Hallen auf die Probe stellen, wenn mit dem Spiel in Coburg bereite das zweite Auswärtsspiel in Folge auf dem Programm steht.