Schweikardt erwartet „traditionell heißes Duell“

Diesem Spiel haben die Spieler und Fans des Handball-Zweitligisten TV Bittenfeld entgegengefiebert: Die SG Haslach-Herrenberg-Kuppingen ist heute Abend (20 Uhr) der erste Porsche-Arena-Gegner in dieser Saison. „Wir wollen das Ding unbedingt holen“, sagt Günter Schweikardt. Der TVB-Trainer erwartet ein „heißes Duell“ mit dem alten Weggefährten.

Einerseits hätten die Bittenfelder nach dem langersehnten ersten Auswärtssieg in Groß-Bieberau gerne umgehend nachgelegt. Andererseits dürften sich die Spieler über das erste spielfreie Wochenende vermutlich nicht beschwert haben. Zumal Trainer Günter Schweikardt seinen Jungs zwei Tage freigab. „Ich denke, das hat den Spielern gutgetan“, sagt er. „Dafür haben wir die Belastung unter der Woche etwas höher gesetzt.“

Ganz ohne Handball jedoch kam der eine oder andere nicht aus und unternahm einen Ausflug ins benachbarte Ludwigsburg. In der dortigen Arena besiegte die heimische SG BBM Bietigheim die SG Haslach-Herrenberg-Kuppingen mit 31:25. Danach indes – und das war die große Überraschung -, hatte es bis zehn Minuten vor dem Ende beim 24:24 nicht ausgesehen.

Nach zuvor vier Niederlagen in Folge traten die Herrenberger vor 2200 Zuschauern erstaunlich selbstbewusst auf, Trainer Axel Kromer sprach von der „bis zur 45. Minute besten Saisonleistung“ seiner Mannschaft. Bietigheim hatte enorme Probleme und rannte stets einem Rückstand hinterher, ehe der SG die Kraft ausging.

Der starke Auftritt des Aufsteigers dürfte Warnung genug sein für die Bittenfelder, die heute auf einen alten Weggefährten treffen. So erinnert sich Spielmacher Jürgen Schweikardt beispielsweise noch sehr gut an das Duell aus Verbandsligazeiten, in dem es um den Aufstieg in die Oberliga ging. Die Herrenberger wagten nach dem Aufstieg das Abenteuer 2. Liga ohne namhafte Verstärkung.

Günter Schweikardt freut sich, dass die „kontinuierliche Arbeit“ des Nachbarn belohnt worden ist. Auch wenn die SG nach dem Start mit 7:3 Punkten nun fünf Spiele in Folge verloren hat, stellt sich Schweikardt auf ein enges Spiel ein gegen ein Team, in dem es nicht nur „heurige Hasen“ gebe. Große Stützen des Teams sind der Ex-Balinger Torhüter Tobias Bartold, Spielgestalter Kai Wohlbold, Linkshänder Nico Kiener und Valentin Hörer. Der frühere Waiblinger hat eine erstaunliche Entwicklung gemacht. Schweikardt baut auf eine stabile Abwehr, die schon Groß-Bieberau und Düsseldorf das Leben schwer machte. „Und natürlich werden die Torhüter wieder eine entscheidende Rolle spielen.“ Der Bittenfelder Angriff muss sich auf eine laufstarke Herrenberger Defensive einstellen. Der TVB wird bis auf Marcel Lenz in Bestbesetzung antreten.