Bittenfeld will Siegesserie fortsetzen

Von 4:6 auf 8:6 Punkte – mit zwei Siegen in Folge hat sich der TV Bittenfeld in der 2. Handball-Bundesliga endlich ein positives Punktekonto verschafft. Den Rückenwind will die Mannschaft nutzen, um heute Abend beim Tabellenvorletzten HSG Frankfurt den ersten Auswärtserfolg einzufahren. In der Favoritenrolle sieht TVB-Trainer Günter Schweikardt sein Team aber nicht. HSG Frankfurt (17. Platz, 2:12 Punkte) – TV Bittenfeld (6. Platz, 8:6 Punkte/Freitag, 20 Uhr).

Die ersten Spiele im Kampf um die Qualifikation für die eingleisige zweite Liga sind vorbei. In denen hat sich bestätigt, was alle im Vorfeld der Saison vermutet hatten. „Die Ausgeglichenheit in der Liga ist groß und die Leistungsfähigkeit der Mannschaften sogar noch größer als letztes Jahr“, analysiert Günter Schweikardt. Kein Team dürfe glauben, dass er gegen irgendeinen Gegner die Zügel einfach schleifen lassen könne.

Entsprechend groß ist der Ansporn für alle Mannschaften, sich frühzeitig ein Polster auf die Abstiegsplätze zu verschaffen. Beim TVB ist nach den Heimsiegen vergangene Woche über Saarlouis (42:41) und Coburg (32:26) etwas Ruhe eingekehrt. Das Team ist Sechster und hat erstmals ein positives Punktekonto.

„Sechs oder sieben Tore Vorsprung sind keine Garantie für einen Erfolg“

„Die Siege waren sehr wichtig, keine Frage“, sagt der Bittenfelder Coach. So zittern wie gegen Saarlouis, als die Mannschaft stark im Angriff, aber schwach in der Abwehr agierte, musste der TVB gegen Coburg nicht. „Aber wir haben wieder eine Phase gehabt, in der wir einen Vorsprung nicht halten konnten. So etwas kostet Nerven, das wollten wir uns eigentlich sparen. Doch diesmal sind wir nicht in Gefahr gekommen.“ Gegen noch stärkere Teams allerdings könne so ein Durchhänger fatal sein. „Im Handball ist ein Vorsprung von sechs, sieben Toren noch keine Garantie für einen Sieg.“ Die Konzentration über 60 Minuten aufrecht zu halten, sei indes schwierig.

Bis jetzt zufrieden ist Günter Schweikardt mit den Leistungen der Neuzugänge Arnor Gunnarsson, Jan Forstbauer und Tobias Schimmelbauer. Alle hätten sich sehr gut integriert. Es sei jedoch erst ein kleiner Teil der Runde absolviert. Die Spieler müssten beweisen, dass sie auch über eine komplette Saison auf diesem Niveau spielen können.

Das gleich gilt aber auch für die gesamte Mannschaft. Um den dritten Sieg in Folge einzufahren, müsse der TVB auch am heutigen Freitag in Frankfurt eine sehr gute Leistung zeigen. Das Team von Coach Konrad Bansa ist zwar Vorletzter und hat erst 2:12 Punkte. Doch Schweikardt schätzt die HSG hoch ein. Einige Spiele der Frankfurter seien knapp verlaufen, ein oder sogar zwei Siege mehr möglich gewesen. Bittenfeld sei deswegen keineswegs Favorit – zumal bislang noch kein Auswärtssieg gelungen ist. „Aber nur Heimsiege allein reichen nicht, um unser Ziel zu erreichen.“

Der Nachteil der Frankfurter gegenüber der vergangenen Saison sei, dass sie nicht mehr einen so breiten Kader hätten. „Aber die erste Aufstellung ist stark. Das Team kann im vorderen Mittelfeld landen. Das wird für uns eine arg knifflige Geschichte.“ Der TVB-Trainer hält große Stücke unter anderem auf die Rückraumspieler der HSG, Hannes Lindt und Steffen Weber, sowie den Torhüter Thomas Bauer.

Außer dem langzeitverletzten Marcel Lenz wird dem TV Bittenfeld in der heutigen Partie der weiterhin an einer Ellbogenverletzung laborierende Jens Baumbach fehlen. Ansonsten sind alle Spieler an Bord und bereit für den ersten Auswärtssieg.