Fünf Spiele in zwei Wochen

Der Handball-Zweitligist TV Bittenfeld steht vor zwei stressigen Wochen, in denen gleich fünf Spiele auf dem Programm stehen. Los geht’s morgen mit dem Heimspiel gegen den HC Erlangen, das der TVB nach der unglücklichen Niederlage in Hüttenberg dringend gewinnen sollte. Die Franken indes spielten trotz 1:5 Punkten stark. TV Bittenfeld (11. Platz, 2:4 Punkte) – HC Erlangen (16. Platz, 1:5 Punkte/Samstag, 19.30 Uhr, Gemeindehalle).

Es war nicht unbedingt zu erwarten, dass die Bittenfelder mit einem negativen Punktekonto in die beiden englischen Wochen starten. Ein Sieg in Hüttenberg hätte die Nerven beruhigt. So blieb dem TVB nach der unglücklichen 24:25-Niederlage nur lediglich die Gewissheit, ordentlich dagegengehalten zu haben und in einer ordentlichen Form zu sein.

Das hilft Trainer Günter Schweikardt zwar, nicht allzu sehr ins Grübeln zu kommen. „Fakt ist aber, dass das Ergebnis nicht gestimmt hat“, sagt er. „Wir brauchen viele Punkte und müssen langsam damit anfangen, welche zu sammeln.“

In den nächsten beiden Wochen besteht ausreichend Gelegenheit dazu. Fünf Spiele in 15 Tagen: Das gibt’s nicht oft. Am Samstag kommt der HC Erlangen. Kommenden Mittwoch reist der TVB in der zweiten Runde um den DHB-Pokal zum Ligakonkurrenten TSG Groß-Bieberau. Beim Vorjahres-Vizemeister Bergischer HC müssen die Bittenfelder am Samstag, 25. September, ran. Am Mittwoch darauf kommt die HG Saarlouis in die Gemeindehalle, am Samstag, 2. Oktober, gastiert der HSC Coburg.

Günter Schweikardt ist jedoch nicht bange vor der Belastung. „Jeder Handballer trainiert gerne, aber noch lieber spielt er. Wir werden das Training entsprechend steuern.“ Einziger Nachteil seien die Fahrten zu den Auswärtsspielen.

Morgen steht zunächst das zweite Heimspiel an gegen einen Gegner, der ähnlich in die Saison gestartet ist wie der TVB. Die 1:5 Punkte des HC Erlangen sind die Konsequenz des schwierigen Auftaktprogramms. Im ersten Spiel unterlag der HCE in Hüttenberg mit 22:27, gegen Saarlouis musste er sich mit einem 29:29 zufriedengeben. Und schließlich schnupperte das Team von Trainer Frank Bergemann gegen den hohen Favoriten Bergischer HC an einer Überraschung. Beim 27:27 vergab Erlangen einen Siebenmeter und musste den entscheidenden Treffer zum 27:28 hinnehmen.

Die Erlanger gehen mit einem eingespielten Team in die Saison. Mit Guillaume Laout, der zu Tusem Essen wechselte, verloren sie allerdings ihren einzigen Linkshänder im rechten Rückraum. Neu im Kader ist Daniel Pankofer, der aus Griechenland zurückgekehrt ist und schon in der ersten dänischen Liga Erfahrung gesammelt hat. In den ersten Spielen zeigte der 29-Jährige, wie wertvoll er für sein Team sein kann.

Große Stärke des Bittenfelder Gegners ist das Gegenstoßspiel und die blitzschnellen Daniel Stumpf und Benedikt Schwandner. Sehr gut besetzt ist Erlangen im Rückraum mit Hannes und Georg Münch, Tobias Wannenmacher, Pankofer und Bastian Krämer. Mit Christoph Nienhaus (Ermüdungsbruch) fehlt jedoch ein wichtiger Spieler. Mit dem Hünen Andreas Bayerschmidt hat der HCE einen Torhüter, der zu den Besten der Liga zählt. Alexander Heib und Jürgen Schweikardt haben wieder voll mittrainiert. Bei Jens Baumbach (Armverletzung) ist höchstens mit einem Kurzeinsatz zu rechnen.