„Wir sind keinesfalls verunsichert“

Das hatten sich die Zweitliga-Handballer des TV Bittenfeld ganz anders vorgestellt. Mit 30:35 unterlagen sie im Auftaktspiel beim EHV Aue. Mit fünf Toren Differenz hatten die Bittenfelder im Vorjahr kein Spiel verloren. „Wir sind jetzt keinesfalls verunsichert“, sagt Trainer Günter Schweikardt. „Aber natürlich ist die Niederlage sehr ärgerlich.“

Aufsteiger SG Haslach-Herrenberg-Kuppingen setzte sich mit 30:29 in Obernburg durch, wo die Bittenfelder in der vergangenen Saison wichtige Punkte im Aufstiegskampf verloren hatten. Der TV Neuhausen/Erms fegte die TSG Groß-Bieberau mit 33:14 aus der Halle, und die SG BBM Bietigheim ging beim 39:27 kaum weniger gnädig mit dem HSC Coburg um.

Diese Ergebnisse überraschten auch den Bittenfelder Trainer Günter Schweikardt. „Von den württembergischen Mannschaften sind wir jetzt Letzter“, sagt er. Das schmerzt ein bisschen, ist allerdings nicht mehr als eine Momentaufnahme nach dem ersten Spieltag. Für Schweikardt ist’s sowieso zu früh, irgendwelche Schlussfolgerungen aus der ersten Runde zu ziehen. So viel indes dürfte bereits klar sein: Der Auftaktgegner der Bittenfelder ist deutlich stärker besetzt als in der vergangenen Saison.

Schwächen im Überzahl- und Unterzahlspiel

„Wir wussten, dass es ungemein schwer ist, in Aue zu gewinnen“, sagt Schweikardt. Das schafften die Bittenfelder schon in der vergangenen Saison nicht – im Gegensatz zu acht anderen Mannschaften. Auch am Samstag lief’s nie richtig rund, beim 4:3 nach sechs Minuten führte der TVB zum letzten Mal. Und trotzdem hatte er zweimal die Chance, das Spiel zu drehen. Neun Minuten vor Schluss kassierten die Bittenfelder mit zwei Spielern mehr auf dem Feld zwei Gegentore und verpassten den Anschluss ebenso wie nach dem 31:29 in der 54. Minute. „Unser Überzahl- und Unterzahlspiel war einmal mehr schlecht“, sagt Schweikardt. In den entscheidenden Phasen sei die Abwehr – einschließlich der Torhüter – nicht stabil genug gewesen. „Durch unsere Schlafmützigkeit haben wir einige Tore kassiert. Auch die Quote im Angriff war nicht gut.“

Trotz aller Enttäuschung über den verpatzten Auftakt: Die Bittenfelder wollen die Ruhe bewahren. „Es kann passieren, dass wir auch die nächsten Spiele nicht gewinnen“, sagt Schweikardt. Auch nach drei, vier Niederlagen werde nichts infrage gestellt. „Wir kennen unser Team und haben großes Vertrauen.“

Am Samstag (19.30 Uhr) können die Bittenfelder die Auftaktniederlage wieder wettmachen. Der Gegner in der Gemeindehalle indes dürfte noch ein bisschen stärker sein als der EHV Aue. Das spürte Titelfavorit Bergischer HC im ersten Spiel: Er musste sich vor 1400 Zuschauern mit einem 32:32 begnügen. BCH-Trainer Hans-Dieter Schmitz zeigte sich beeindruckt. „Eisenach zeigte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich stärker“, sagte er bei der Pressekonferenz.

In der vergangenen Saison waren die Eisenacher für den TVB schwer zu spielen. In Eisenach setzte es eine 24:25-Niederlage, zu Hause zitterte er sich zu einem 32:31-Sieg. „Das wird ein ganz heißer Heimspielauftakt für uns“, sagt Schweikardt.