Der TV Bittenfeld in Aue mit Daniel Sdunek

Mit dem Einzug in die zweite Runde des DHB-Pokals ist den Zweitliga-Handballern des TV Bittenfeld die Generalprobe vor dem ersten Punktspiel geglückt. Morgen wird’s in Aue ernst. „Vorhang auf zur spannendsten Runde“, sagt TVB-Trainer Günter Schweikardt.

EHV Aue – TV Bittenfeld (Samstag, 18.30 Uhr). Keine Frage: Das Auftaktprogramm des TV Bittenfeld hat es in sich. Nach dem Gastspiel beim EHV Aue morgen, an den der TVB keine guten Erinnerungen hat, kommt mit dem ThSV Eisenach im ersten Heimspiel nicht gerade der Bittenfelder Lieblingsgegner. Anschließend geht’s zum Vorjahresdritten und Aufstiegskandidaten TV Hüttenberg. Auf das Heimspiel gegen den unbequemen HC Erlangen folgt das Auswärtsspiel beim Vizemeister Bergischer HC. Die Löwen gelten zusammen mit Erstliga-Absteiger HSG Düsseldorf als Aufstiegsfavorit.

TVB-Trainer Günter Schweikardt hat momentan nur das Auftaktspiel in Aue morgen im Fokus. „Natürlich will jede Mannschaft gut in die Saison starten“, sagt er. Besonders in dieser außergewöhnlichen Spielzeit, in der sich nur die ersten neun für die eingleisige 2. Liga in der Saison 2011/2012 qualifizieren. „Ich denke, die Anspannung ist bei allen Mannschaften sehr groß.“ Die erste kleine Standortbestimmung haben die Bittenfelder schon hinter sich, mit 26:23 siegte sie im DHB-Pokal beim Drittligisten SG Leutershausen. Schweikardt gewann dabei die Erkenntnis, „dass wir keine Angst haben müssen vor der Runde“. Was sein Team draufhat, soll es am besten morgen bereits zeigen. „Jeder brennt darauf, dass es jetzt losgeht.“

Die Erinnerungen an das jüngste Gastspiel in Aue sind allerdings nicht allzu gut. Der TVB musste eine bittere 27:28-Niederlage hinnehmen. Noch schlimmer traf ihn die vierwöchige Sperre für Florian Schöbinger. Nach dem Schlusspfiff gab’s auf dem Spielfeld Tumulte, die Schiedsrichter vermerkten im Spielbericht eine Tätlichkeit Schöbingers. „Mit diesen Vorgängen beschäftigen wir uns absolut nicht mehr“, sagt Schweikardt, der Respekt hat vor dem Gegner. „Aue hatte in der vergangenen Saison einige sehr gute Ergebnisse.“

Bis auf Marcel Lenz (Patellarsehnenoperation) wird der TVB in Bestbesetzung antreten – also mit den zuletzt angeschlagenen Daniel Sdunek, Tobias Schimmelbauer und Arnor Gunnarsson. Seit Dienstag wieder bei der Mannschaft ist Jan Forstbauer, der mit der Jugend-Nationalmannschaft bei der EM in Montenegro Vierter wurde. „Die Belastung war schon sehr hoch für ihn“, sagt Schweikardt. „Wir müssen ihn behutsam einsetzen.“

Weniger erfolgreich als für den TVB verlief für den EHV Aue der DHB-Pokal. Beim Liga-Konkurrenten Bietigheim hatte das Team von Trainer Maik Nowak deutlich mit 28:36 das Nachsehen. Bis zum 16:16 hielt der EHV prima mit. Dabei musste er auf einige wichtige Spieler verzichten – allen voran auf Tommi Sillanpää (Daumenverletzung). Auch der tschechische Rechtsaußen Zbynek Vesely war nicht dabei.

Seit 1992 gehört Aue der 2. Liga an – und das möchte es auch noch in der übernächsten Saison. Das Ziel ist ganz klar die Qualifikation zur eingleisigen 2. Liga. Zum ersten Mal seit Jahren musste der EHV keinen Spieler abgeben, zwei Neue sollen die Qualität im Rückraum erhöhen. Der Este Janar Mägi (23) und der Schwede Fredrik Salmin (21) sollen die Stammkräfte Alexander Matschos und Agnar Agnarsson entlasten. Mit Eric Meinhardt hat der EHV einen weiten überdurchschnittlichen Rückraumspieler in seinen Reihen.