„TVB im Haifischbecken“

WildBoys wollen für Überraschungen beim INTERSPORT Masters in Sindelfingen sorgen

Als einziger Zweitligist schwimmt der TV Bittenfeld beim INTERSPORT Masters um den Kempa Cup im „Haifischbecken“ der Erstligisten und internationalen Clubs. Dass der Lokalmatador aus dem Waiblinger Vorort dabei gar keine so schlechte Figur abgibt, hat er im vergangenen Jahr eindrucksvoll bewiesen. Den Spaniern von Ademar Leon unterlagen die Bittenfelder nur mit einem Tor, ehe sie mit einem 30:29 (19:11) gegen den TBV Lemgo für die Überraschung des Turniers sorgten und Gesamt-Sechster wurden.

Diese Stärke kam nicht von ungefähr, denn auch in der Punktspielrunde erwiesen sich die Bittenfelder als Favoritenschreck. Bis zum Schluss blieben sie im Rennen um den Relegationsplatz und belegten am Ende einen hervorragenden dritten Platz in der Südstaffel der zweiten Liga. Nach dem Aufstieg der TSG Friesenheim gehört der TV Bittenfeld in der neuen Saison zum Favoritenkreis für den Erstligaaufstieg.

Bittenfeld ist erst seit 2006 in der zweithöchsten deutschen Spielklasse aktiv, zuvor erfolgte ein Durchmarsch von der fünften bis in die zweite Liga. Eng verbunden ist der Erfolg mit der Familie Schweikardt. Chefcoach Günter Schweikardt führt auf der Bank Regie, während sich Filius Jürgen neben seiner Rolle als Spielmacher und Torschütze auch noch um Sponsoring und Marketing kümmert. Das Führungsteam behält dabei stets das Machbare im Blick – die auflagenfreie Erteilung der Lizenz läuft beim Zweitligisten unter dem Motto „Erfolgreich mit gesunder Basis!“

Diese gesunde Basis ist nicht zuletzt in der 1.250 Zuschauer fassenden Bittenfelder Gemeindehalle zu finden. Da diese Plätze für das gestiegene Interesse der Fans schon lange nicht mehr ausreichen, zieht der TVB auch in der kommenden Saison bei vier Spielen in die Stuttgarter Porsche-Arena. Die Gastspiele in der Landeshauptstadt sollen weiterhin wohl dosiert werden. Mehr als 5.000 Zuschauer kamen in der Vergangenheit jeweils zu diesen „Ausflügen“ und sorgten damit auch für einen erheblichen Anteil der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Den sportlichen Rahmen legt unterdessen Günter Schweikardt mit gezielten Neuverpflichtungen. Nachdem Marco Hauk und Sebastian Seitner den Verein verließen, müssen mit Jan Forstbauer (Jugendnationalspieler) und Amor Gunnarsson (isländischer Nationalspieler) zwei neue Linkshänder integriert werden. Das Saisonziel lautet Qualifikation zur eingleisigen zweiten Liga, aber im vergangenen Jahr war ja bereits zu sehen, dass auch mehr drin sein könnte.