Finale oder doch Verlängerung für Bittenfeld?

Holt sich Handball-Zweitligist TV Bittenfeld am letzten Spieltag den zweiten Platz zurück? Der TVB ist zwar auf fremde Hilfe angewiesen, Günter Schweikardt hat die Aufstiegsspiele aber noch nicht abgeschrieben. „Wir werden alles versuchen, unseren Teil beizutragen“, sagt der Trainer. Nicht mithelfen werden die verletzten Außenspieler Marco Hauk und Marcel Lenz.

HG Saarlouis (12. Platz, 27:39 Punkte) – TV Bittenfeld (3. Platz, 46:20 Punkte/Samstag, 18 Uhr, Halle am Stadtgarten Saarlouis). Am vorletzten Spieltag war der Jubel groß bei den Konkurrenten des TV Bittenfeld im Kampf um Platz zwei. Der Punktverlust des TVB gegen Bietigheim brachte den Bergischen HC in die beste Ausgangsposition vor dem finalen Spieltag. Entsprechend enttäuscht dagegen waren die Bittenfelder. „Natürlich beschäftigt einen so ein Spiel sehr“, sagt Günter Schweikardt. „Allzu lange dürfen wir aber nicht darüber nachdenken.“ Schließlich stehe die nächste – und wenn’s nach dem Trainer geht nicht die letzte –, schwere Aufgabe beim starken Aufsteiger Saarlouis an.

Der TV Hüttenberg könnte der lachende Dritte sein

Die siegessicheren Töne aus dem Umfeld der Bergischen Löwen vor dem Spiel gegen Hüttenberg vernimmt Schweikardt recht gelassen. „Auch dieses Spiel muss erst gespielt werden“, sagt er. 9:1 Punkte in Folge und der überzeugende Auftritt der Löwen in den zweiten 30 Minuten in Frankfurt zuletzt, als sie lediglich sechs Tore des Gegners zuließen, sprechen zwar für den BHC. Andererseits steht der Tabellenzweite nun unter dem Druck, unbedingt gewinnen zu müssen. Im Hinspiel hatte er beim 23:30 in Hüttenberg übrigens keine Chance. Schweikardt ist sich jedenfalls sicher, dass die Hüttenberger alles geben werden.

„Das gilt auch für unsere Mannschaft“, sagt Schweikardt. „Es ist überhaupt keine Frage, dass jeder Spieler noch einmal an seine Grenzen gehen wird.“ Unter der Woche hat der Trainer angesichts des deutlichen Substanzverlustes nach einer langen und anstrengenden Runde „nicht mehr so hart, sondern eher zielgerichtet“ trainiert.

Die HG Saarlouis, da ist sich Schweikardt sicher, wolle ihr Publikum nach einer guten Runde mit einem Sieg verabschieden. Der Aufsteiger hatte den Ligaverbleib schon früh in der Tasche. Nach einem mäßigen Start ließ er mit etlichen Resultaten aufhorchen. So schlug er den Bergischen HC mit 35:32, fügte dem TV Neuhausen/Erms mit demselben Ergebnis die erste Heimniederlage und dem TVB beim 34:34 kurz vor Weihnachten den ersten Punktverlust in heimischer Halle zu. Bis fünf Minuten vor dem Ende hatte der TVB mit 34:31 geführt und verspielte den Vorsprung durch drei Zeitstrafen binnen einer Minute.

Große Stärke der Saarlouiser ist der Angriff. Kein Team der 2. Liga hat mehr Treffer erzielt. Von den 1079 Toren erzielten Danijel Grgic und Daniel Fontaine zusammen 434. Die beiden Rückraumspieler sowie Kreisläufer André Kropp und die Außen Sven Malte Hoffmann/André Lohrbach gehören zu den Stützen der HG. Schwächen jedoch zeigt die Abwehr, nur sechsmal fing sie sich weniger als 30 Gegentore ein. Für Schweikardt ist klar, wo der Schlüssel zum Bittenfelder Sieg liegen wird. „Sobald wir in der Abwehr einigermaßen stabil stehen, sind wir erfolgreich.“

Außer Marco Hauk wird dem TVB mit Marcel Lenz (Knieverletzung) ein weiterer Außenspieler fehlen. Marvin Gille wird ihn ersetzen. Wieder mit dabei sein wird Junioren-Nationalspieler Kai Häfner.