Mehr Spannung geht nicht

Die ersten vier Mannschaften sind am 26. Spieltag der 2. Bundesliga Süd unter sich. Der TV Bittenfeld muss seinen zweiten Platz gegen den punktgleichen TV Hüttenberg verteidigen. „Bei einem Erfolg stünden die Chancen gut, dass wir lange vorne dabeibleiben“, sagt TVB-Trainer Günter Schweikardt. „Bei einer Niederlage sinken die Chancen auf Platz zwei rapide.“ TV Bittenfeld (2. Platz, 35:15 Punkte) – TV Hüttenberg (3. Platz, 35:15 Punkte/Samstag, 19.30 Uhr, Gemeindehalle).

Die prächtige Stimmung in der Porsche-Arena hatte maßgeblichen Anteil daran, dass die Bittenfelder im Spitzenspiel gegen den Bergischen HC vor zwei Wochen ein wichtiges Unentschieden retteten. Morgen werden keine 6000 Fans den TVB anfeuern, aber immerhin 1200 in der hitzigen Atmosphäre der seit langer Zeit wahrscheinlich wieder einmal ausverkauften Gemeindehalle. Sie sollen helfen, dass der TVB seine Serie verteidigt: Von seinen zwölf Heimspielen hat er zehn gewonnen und zweimal Unentschieden gespielt.

18 Punkte sind noch zu vergeben in der 2. Bundesliga. Die beiden am kommenden Wochenende sind zwar keinesfalls vorentscheidend, aber von großer Bedeutung. Sowohl für den TV Bittenfeld als auch für den TV Hüttenberg. Sollte der TVB gewinnen und der Bergische HC tags darauf beim Tabellenführer TSG Friesenheim verlieren, hätten die Bittenfelder zwei und drei Punkte Polster auf die Verfolger. Die stünden in den folgenden Partien mächtig unter Druck und dürften sich nicht mehr viele Punktverluste leisten.

Hüttenberg hat sich wieder zurückgemeldet

Andererseits: Bei einer Niederlage könnten die Bittenfelder vom Relegationsplatz auf Rang vier abrutschen.

Der Vorjahressiebte TV Hüttenberg kommt für die Bittenfelder ein paar Spieltage zu spät. Die Mannschaft von Trainer Jan Gorr war in der Hinrunde das Überraschungsteam, ging nach 7:1 Punkten im Dezember vergangenen Jahres als Tabellenführer in die EM-Pause. Die hat dem Team offensichtlich nicht gutgetan. Im neuen Jahr kam es überhaupt nicht in die Gänge, wurde nach 1:7 Punkten bis auf Rang vier durchgereicht.

Viele hatten die Hüttenberger bereits abgeschrieben, nun scheinen sie sich doch wieder stabilisiert zu haben. Mit drei Siegen hintereinander meldete der TVH wieder Ansprüche an auf den zweiten Platz. Den könnte er sich morgen zurückholen und hätte im Anschluss bei zwei Heimspielen in Folge prima Karten.

Wie stark die Hüttenberger sind, erfuhr Bittenfeld im Hinspiel. Es setzte eine 28:31-Niederlage. Tragende Säulen im Spiel des Gegners seien Spielgestalter Florian Laudt und Tomasz Jezewski im linken Rückraum, sagt TVB-Trainer Günter Schweikardt. „Sie haben das Spiel in der Hand, sind sehr routiniert und diszipliniert.“ Im rechten Rückraum ist auf Andreas Scholz zu achten. Der indes war zuletzt verletzt, wurde aber vom jungen Stefan Lex hervorragend vertreten. Lex’ Bruder Andreas spielt auf Linksaußen, die andere Außenposition ist mit Marc Langenbach, Florian Billek und Michael Stock gleich dreifach besetzt. Die Verletzung von Marc Stelzenbach hat der TVH gut weggesteckt. Arne Rigterink ist am Kreis mehr als ein Ersatz.

Großer Rückhalt hinter der 3:2:1-Deckung der Hüttenberger ist Torhüter Matthias Ritschel. Der ehemalige Junioren-Nationaltorhüter spielte in der vergangenen Saison noch mit dem Bittenfelder Daniel Sdunek beim HR Ortenau. Gut möglich, dass die Torhüter das Spiel entscheiden werden. Bastian Rutschmann/Daniel Sdunek auf der einen, Matthias Ritschel/Jan-Steffen Redwitz auf der anderen Seite.

Der TVB bangt um Marco Hauk (Patellarsehnenreizung/Bronchitis) und Jens Baumbach (Entzündung im Ellbogen). Florian Schöbinger ist nach seiner Sperre wieder dabei. Kai Häfner spielt für Göppingen.

Pressespiegel TV Hüttenberg