Schöbinger bleibt dem TV Bittenfeld erhalten

Schlecht für Florian Schöbinger, gut für den Handball-Zweitligisten TV Bittenfeld: Aus dem geplanten Auslandssemester in Schweden wird überraschend doch nichts, der 23-Jährige wird auch in der nächsten Saison für den TVB spielen.

„Aus Florians Sicht ist das bedauerlich“, sagt der Bittenfelder Trainer Günter Schweikardt. „Wir freuen uns natürlich, dass er hierbleibt.“ Schöbinger sei im System ein wesentlicher Faktor. „Für unsere Personalplanungen hinsichtlich der wichtigen nächsten Saison ist das ein Riesending.“ Damit haben die Bittenfelder eine Baustelle weniger. Ersetzen müssen sie die Linkshänder Sebastian Seitner und Marco Hauk, die den Verein verlassen. Noch gibt’s nichts zu vermelden, doch bis in zwei Wochen will Schweikardt zumindest mit einem Kandidaten alles klar gemacht haben.

Ein bisschen traurig ist Florian Schöbinger, dass aus dem Auslandssemester in Schweden nichts wird. Eigentlich war alles klar gewesen mit der Universität Lund. Der Betriebswirtschaftsstudent sollte ihm Rahmen einer Austauschaktion mit der Uni Stuttgart in Lund studieren und dort bei einem der beiden Erstligisten Handball spielen. „Das Problem ist, dass viele Studenten nach Lund wollen und keiner nach Stuttgart“, sagt Schöbinger. „Außer mir sind noch zwei Kommilitonen die Leidtragenden.“

Zu wenig Zeit, um sich nach einer Alternative umzusehen

Als Alternativen sind ihm Rom, Athen und Finnland angeboten worden. Allerdings hätte er sich binnen drei Tagen entscheiden müssen. „Ich stand mitten in einer Prüfung und hatte keine Zeit, mich ausgiebig darum zu kümmern.“ Schöbinger hofft, dass er sein Auslandsstudium später nachholen kann. Nun wird er sich wieder auf den Handball konzentrieren, in den nächsten Tagen will er einen neuen Vertrag unterschreiben. Schöbinger fiebert schon dem Heimspiel gegen Hüttenberg Samstag in einer Woche entgegen, seinem Comeback nach der vierwöchigen Sperre. Er sieht übrigens gute Chancen für sein Team, den zweiten Platz zu verteidigen. „Der Bergische HC hat stark gespielt“, sagt er. „Aber er hat es nicht geschafft, uns zu schlagen.“