Auswärtssieg

Erleichterung bei den Zweitliga-Handballern des TV Bittnfeld. Exakt 52 Tage nach dem ersten Auswärtserfolg beim Bergischen HC hat das Team um Trainer Günter Schweikardt am Samstag den zweiten Sieg in der Fremde eingefahren. Beim Vierzehnten TUSEM Essen gelang ein deutlicher 33:22-Erfolg (12:10).

Allerdings tat sich der als Tabellendritter in die Ruhrmetropole angereiste TVB vor 1100 Zuschauern äußerst schwer. Und das trotz famosem Start. Doch nach dem 5:1 in der siebten Minute wollte den Bittenfeldern fast sechs Minuten kein Treffer mehr gelingen. Dabei scheiterten unter anderen Jürgen Schweikardt und Alexander Heib vom Siebenmeterstrich. Nur gut, dass in dieser Phase wenigstens die Abwehr der Gäste gut stand, TVB-Keeper Daniel Sdunek einen guten Tag erwischt hatte und die Gastgeber so nur einen Treffer bejubeln konnten. Zwar beendete Marco Hauk in der 16. Minute mit seinem zweiten Treffer die torlosen Minuten seines Teams, an ein Davonziehen aber war noch lange nicht zu denken. Der Grund: erneut ließen die Gäste mehr als sechs Minuten klarste Chancen aus und ließen so die Essener wieder ins Spiel kommen. Einzig Adrian Wehner wusste in den ersten 30 Minuten zu gefallen, erzielte vier seiner insgesamt fünf Tore bis zum Pausenpfiff. Beim Stand von 12:10 für den TVB wurden schließlich die Seiten gewechselt.

Auch nach Wiederanpfiff hielt der Tabellenvierzehnte zunächst mit den Bittenfeldern Schritt.  Beim 17:18 in der 41. Minute war die Partie wieder offen. „Es war das erwartet schwierige Spiel“, sagt der Bittenfelder Co-Trainer Klaus Hüppchen, zumal die  Essener durchaus betont körperlich zu Werke gingen. Doch dann mussten sie ihrem Minikader Tribut zollen. Das Team konnte das Tempo der Gäste nicht mehr mitgehen, die binnen drei Minuten auf 22:17 davon zogen. Als dann in Matthias Gerlich auch noch einer der wichtigsten Essener Akteure nach der dritten Zeitstrafe  vom Feld musste, war der Widerstand der Gastgeber vollends gebrochen. Über die Spielstände 26:20 und 30:21 landete der TVB letztlich einen ungefährdeten 33:22-Erfolg. „Wir freuen uns total über den Sieg, auch wenn er am Ende  um zwei oder drei Tore zu hoch ausgefallen ist“, sagt Hüppchen.

Durch das Erfolgserlebnis haben die Bittenfelder nicht nur ihren dritten Platz verteidigt, sie haben auch genügend Selbstvertrauen für das Spiel am kommenden Freitagabend in der neuen Arena in Bietigheim gesammelt.  „Ich hoffe, dass wir da nachlegen können“, sagt Hüppchen.

TUSEM Essen: Kuhlanek, Nippes – Schulz, Krüger, Wozniak, Tovornik (1) Gerlich (5/3), Trodler, Wöss (2) Wiencek (3), Ciupinski (4), Krönung, Pöter (7)

TV Bittenfeld: Sdunek, Schmidl – Seitner (5), Schöbinger (4), Weiß (2), Baumbach (1), Lenz (1), Schweiardt (7/2), Heib (3/1), Baumgarten (1), Wehner (5), Hauk (4) Rothe, Drobek.

Stimmen:

Simon Baumgarten (Kreisläufer, TVB): „Wir haben zunächst schwer ins Spiel gefunden, standen in der Abwehr aber gut und hatten in Daniel Sdunek auch einen starken Torwart. Das Einzige, das es über die gesamte Spieldauer gesehen zu bemängeln gilt, ist, dass wir zu viele Chancen ausgelassen haben. Kompliment an Felix Schmidl, der in den letzten Minuten noch ins Tor durfte und nahtlos an die gute Leistung von Daniel Sdunek anknüpfen konnte.“

Marcel Lenz (Linksaußen, TVB): „Unser Problem war, dass wir nach der 7:2-Führung nach 15 Minuten nicht nachgelegt haben, weil wir zu fahrlässig mit unseren Chancen umgegangen sind – auch vom Siebenmeterstrich. Erst ab der 40. Minute konnten wir unseren Vorsprung ausbauen. Da ist der Gegner müde geworden, aber wir haben konsequent unser Tempo beibehalten. Durchweg gut war unsere Abwehrarbeit.“