Nur kein Schwächeanfall

(twa). Nur drei Punkte holten die Zweitliga-Handballer des TV Bittenfeld in sieben Auswärtsspielen. Zu wenig, um in die Spitze vorzudringen. Sollte der TVB seine Heimstärke einbüßen, könnte er schnell in die bedrohliche Zone abrutschen. Deshalb ist ein Sieg morgen gegen Tuspo Obernburg wichtiger denn je. TV Bittenfeld (5. Platz, 15:11 Punkte) – Tuspo Obernburg (17. Platz, 9:17 Punkte/Samstag, 19.30 Uhr).

Ein bisschen ratlos sind die Bittenfelder. In eigener Halle spielen sie stark, sind als einziges Team in der Liga noch ohne Punktverlust. Auswärts indes reichte es in sieben Spielen gerade einmal zu einem Unentschieden und einem Sieg. Ein schwacher Trost ist’s dabei, dass der TVB die Punkte bei den Top-Teams TSG Friesenheim und Bergischer HC eingefahren hat.

In Coburg waren die Bittenfelder auf dem besten Weg zum zweiten Auswärtssieg, verspielten jedoch einen Sechs-Tore-Vorsprung und mussten sich der Kampfkraft der Coburger knapp mit 26:27 beugen. „Wir haben es verpasst, das siebte Tor vorzulegen“, sagt TVB-Trainer Günter Schweikardt. Mit der scheinbar sicheren Führung im Rücken habe seine Abwehr nicht mehr aufmerksam genug gespielt und der Angriff nicht mehr gut abgeschlossen. Auch wenn Schweikardt dem Gegner für dessen starke Leistung Respekt zollt: Der Trainer ärgert sich über die Niederlage immer noch. „Vielleicht sind wir noch nicht so weit“, sagt Schweikardt. „Wir müssen noch lernen, ich hoffe, die Niederlage hängt uns nicht nach.“

Der TVB vergab zum zweiten Mal die Chance, sich auf Platz drei zu schieben – mit nur zwei Punkten Rückstand auf den zweiten Platz. Nach oben können die Bittenfelder nach wie vor schauen, allerdings müssten sie allmählich auch wieder auswärts etwas bewegen. Zwei, drei Niederlagen in Folge bedeuteten unter Umständen den Absturz in hintere Regionen. Nur sechs Punkte trennen den TVB vom vorletzten Platz.

Auf dem steht derzeit der nächste Gegner, die Tuspo Obernburg. Sollte die Heimserie der Bittenfelder morgen reißen, trennten beide Mannschaften lediglich vier Punkte. Obernburg unterlag zuletzt Tusem Essen, übrigens der nächste Auswärtsgegner des TVB, mit 22:27. Viel Pech hatte Tuspo in den Spielen zuvor. Die 26:27-Niederlage gegen Bietigheim kam in letzter Sekunde zustande, in Coburg unterlag Obernburg mit 27:28.

Negative Bilanz des TVB gegen Obernburg: 5:7 Punkte

Ähnlich wie die Bittenfelder, so ist auch Obernburg zu Hause deutlich stärker als in der Fremde. Nur einmal, beim 29:27 in Eisenach, ging es als Sieger vom Platz. Für den Bittenfelder Coach ist das freilich kein Grund, den Gegner zu unterschätzen. Zumal der TVB gegen Obernburg eine 5:7-Bilanz aufweist und auch zu Hause so seine Probleme hatte.

Großen Anteil daran hatte der Obernburger Torhüter Milos Hacko, seit Jahren einer der besten Torhüter der 2. Liga. Die Rückraumachse Jurai Niznan/Matthias Conrad/Martin Justus gehört ebenso zu den Stützen wie Kreisläufer Hannes Volk und Otto Fetser auf Rechtsaußen. Auf der anderen Außenposition feierte Tobias Milde gegen Essen nach viermonatiger Verletzungspause sein Comeback. Unangenehm zu spielen ist die 3:2:1-Deckung der Tuspo. Andererseits: So agierte auch Neuhausen im jüngsten Heimspiel des TVB, der mit dieser Variante gut zurechtgekommen ist. Schweikardt erwartet einen kampfkräftigen Gegner, der mit aller Macht versuchen werde, sich vom Abstiegsplatz zu entfernen.

Vor seinem ersten Heimspiel seit der Rückkehr zum TVB steht Patrick Rothe. „Weil er die Mannschaft kennt, hat er keine Probleme, sich zu integrieren“, sagt Schweikardt. Rothe werde dem TVB über kurz oder lang weiterhelfen. Ebenfalls sein Debüt in der Gemeindehalle feiert Felix Schmidl, der wie in Coburg zusammen mit Daniel Sdunek das Torhütergespann bilden wird. In der Porsche-Arena hatte Schmidl in der vergangenen Saison einen Kurzeinsatz. Noch nicht sicher ist, ob Kai Häfner zur Verfügung stehen wird. Der ist zwar fit, muss aber möglicherweise wieder in die Dienste des Erstligisten FA Göppingen treten.