Rothe spielt doch für Bittenfeld

(twa). Überraschung beim Handball-Zweitligisten TV Bittenfeld: Vor zwei Wochen hatte er sich noch gegen die Rückkehr von Patrick Rothe ausgesprochen. „Nun haben wir uns doch dazu entschieden“, sagt Trainer Günter Schweikardt. Schon morgen beim HSC Coburg soll der 28-jährige Linkshänder sein Comeback feiern. HSC Coburg (15. Platz, 8:16 Punkte) – TV Bittenfeld (4. Platz, 15:9 Punkte/Samstag, 18 Uhr).

Kehrtwende beim TVB: Vor gut zwei Wochen hatten die Verantwortlichen noch Abstand von einer Verpflichtung Patrick Rothes genommen, der beim Ligakonkurrenten SG BBM Bietigheim seinen Vertrag aufgelöst hatte. Trainer Günter Schweikardt sprach davon, dass Rothe immer ein interessanter Spieler für den TVB sei, eine Rückkehr hielt Schweikardt aber „zum jetzigen Zeitpunkt“ für nicht angebracht.

Nun haben es sich die Bittenfelder doch anders überlegt. „Das Spiel in Eisenach hat uns deutlich vor Augen geführt, dass wir Probleme haben, wenn uns kurzfristig Spieler ausfallen“, sagt Schweikardt. Angesichts der langen Runde und der Gefahr, dass Kai Häfner den Bittenfeldern seltener zur Verfügung stehen wird als geplant, entschied sich der TVB doch dafür, den Kader zu verstärken.

Gut möglich, dass Häfner in diesem Jahr nur noch einmal für den TVB auflaufen wird. Dicht gedrängt sind die Termine bei FA Göppingen, und der Erstligist hat nun einmal Vorgriffsrecht. „Wenn wir die Möglichkeit haben, werden wir Kai natürlich einsetzen.“ Morgen indes wird der Linkshänder fehlen, dafür wird Rothe bereits dabei sein. Schweikardt ist sich sicher, dass der 28-Jährige dem TVB weiterhelfen wird. Möglichst schon morgen in einem wichtigen Spiel. In der Fremde verloren die Bittenfelder zuletzt zweimal in Folge. Um vorne dabeizubleiben, sollte der TVB in der Fremde annähernd seine Form aus den Heimspielen erreichen.

Mit einem Sieg in Coburg könnten die Bittenfelder nach einem äußerst interessanten Spieltag sogar auf den dritten Platz klettern – und den Rückstand auf die Spitze weiter verkürzen. Die vorne platzierten Mannschaften laufen Gefahr, Punkte einzubüßen. Tabellenführer Hüttenberg erwartet den Fünften Delitzsch, der Zweite Friesenheim reist zum Bittenfeld-Bezwinger Eisenach und der Dritte Erlangen tritt beim Bergischen HC an.

Hochkarätige Verpflichtungen des HSC Coburg

Der Sprung auf Platz drei wäre für Schweikardt eine „schöne Nebenerscheinung, wir schauen nach uns“. Alle gingen davon aus, dass der TVB sich in Coburg durchsetze. „Es wird jedoch schwerer, als viele denken.“ Wie vor der vergangenen Runde, so wurden die Coburger auch diesmal wieder als Titelfavorit gehandelt. Und erneut haben sie große Probleme, in die Runde zu finden. Dabei hat sich der HSC hochkarätig verstärkt. Der Düsseldorfer Meistertrainer Georgi Sviridenko kam, vom Nord-Zweitligisten Wilhelmshavener HV verpflichtete der HSC Dominic Kelm und den Schweden Johan Andersson, vom Erstligisten Füchse Berlin kam der Franzose Christian Caillat, von Dukla Prag Vaclav Vrany.

Mit Anton Lakisa (Weißrussland), Jonathan Rivera (Spanien), Christian Rose und Ronny Göhl haben die Coburger weitere Ausnahmespieler in ihren Reihen. Eine Garantie für Erfolg sind sie jedoch nicht – im Gegenteil. „Vorne in der Tabelle stehen Mannschaften, die eingespielt sind“, sagt Günter Schweikardt.

Mit 8:16 Punkten ist Coburg weit hinter den Erwartungen zurück und steht gegen den TV Bittenfeld unter Druck. Darin sieht Schweikardt nicht zwangsläufig einen Vorteil für sein Team. Angst indes hat er nicht – „wenn wir so konzentriert spielen wie in den ersten 30 Minuten gegen Neuhausen“.

Für den nach wie vor nicht einsatzfähigen Torhüter Bastian Rutschmann wird Felix Schmidl für Steffen Krieg in den Kader rücken. Ansonsten spielt der TVB in unveränderter Besetzung.

Pressespiegel