“Uns macht das einen Riesenspaß”

Hüttenbergs Trainer Jan Gorr freut sich mit der Mannschaft über die Tabellenführung und das anstehende Spitzenspiel

(am). Anfänglich war es nur für ein paar Stunden von Samstag auf Sonntag, dass der TV Hüttenberg die Spitzenposition in der Südgruppe der 2.Handball-Bundesliga Süd einnahm. Und sie dann doch wieder aufgrund des schlechteren Torverhältnisses abgeben musste. Doch seit dem siebten Spieltag mit dem 31:22-Erfolg über TuSpo Obernburg sind die Hüttenberger als einzige Mannschaft im 18er-Feld ohne Niederlage und haben die Tabellenführung alleine inne.

Der jüngste 36:29-Erfolg in Essen hat die Spitzenposition mit 15:1 Punkten nur bestätigt. Kein Wunder dass vor dem samstäglichen Spitzenspiel gegen den Rangdritten TV Bittenfeld in Hüttenberg beste Stimmung herrscht im TVH-Lager.

Jan Gorr, es muss ein gutes Gefühl sein, ohne Niederlage die Tabelle der zweiten Liga anzuführen …
Jan Gorr: Absolut, zumal das nichts war, was man vor der der Saison voraussetzen oder erwarten konnte. Es ist ein gutes Gefühl zu erleben, das das was man investiert hat, belohnt wird.

Wie lange soll dieses Gefühl andauern?
Gorr: Uns macht das einen Riesenspaß. Das wollen wir gerne von Woche zu Woche verlängern. Wenn wir darüber nachdenken, dann wird es zur Belastung. Deshalb schauen wir nur von Spiel zu Spiel, beispielsweise auf das nächste am Samstag gegen den TV Bittenfeld.

Sind Sie überrascht vom souveränen Auftreten Ihrer Mannschaft?
Gorr: Überrascht über die Art und Weise des Spiels der Mannschaft bin ich nicht. Denn das ist das, was wir uns vorgenommen und erarbeitet haben. Überrascht bin ich aber schon, dass wir einige Mannschaften mit diesem Spiel so dominiert haben. Davon konnte man nicht ausgehen.

Sind Sie denn überrascht vom schlechten Saisonstart diverser Konkurrenten wie Bergischer HC (als Tabellensechster) oder SG Bietigheim (Zwölfter)?
Gorr: Aus der Entfernung ist es schwer, ein qualifiziertes Urteil abzugeben. Aber die genannten Mannschaften sind sicher Mannschaften, die da stehen müssten, wo wir stehen. Allein von ihren Rahmenbedingungen her. Aber im Sport zählen auch andere Dinge. Beispielsweise, dass bei uns ein Rädchen ins andere greift. Wir haben uns zu einer Mannschaft im wahrsten Sinne des Wortes entwickelt.

Was freut Sie beim Blick auf Ihre Mannschaft bislang am meisten?
Gorr: Mich freut, dass wir durch die Art und Weise, Taktik orientiert Handball zu spielen, erfolgreich sind. Und mich freut, mit was für einem positiven Ehrgeiz die Spieler zur Sache gehen. Das macht Spaß, außen zu stehen und dabei zuzuschauen. Mich freut auch, dass die Spieler so lange so diszipliniert spielen. Das schaffen nicht viele Mannschaften Wir treten immer wieder als Kollektiv auf.

Und jetzt das erwähnte Spitzenspiel gegen den TV Bittenfeld am Samstag. Das muss doch zusätzlichen Spaß machen?
Gorr: Auf jeden Fall. Bittenfeld ist eine Mannschaft, die im Vorfeld schon in die Spitzengruppe der Liga einzuordnen war. Der TV Bittenfeld und der TV Hüttenberg sind die Teams, die derzeit den besten Handball in der Liga spielen. Das wird ein Riesending am Samstag in der Hüttenberger Sporthalle.