Chance auf Platz 3

Nach dem Paukenschlag beim Bergischen HC erwartet Zweitligist TV Bittenfeld morgen die neue gegründete HSG Frankfurt Rhein-Main. Die setzt sich aus der TSG Münster und der SG Wallau zusammen. Mittelfristiges Ziel ist der Aufstieg in die erste Bundesliga.
TV Bittenfeld (5. Platz, 9:5 Punkt) – HSG Frankfurt Rhein-Main (7. Platz, 8:6 Punkte/Samstag, 19.30 Uhr).

Das 43:35 bei den Bergischen Löwen war nicht die einzige Überraschung am Mittwochspieltag. Der HC Erlangen fegte die bis dahin ungeschlagenen Friesenheimer mit 41:30 aus der Halle und hat sich auf Rang drei vorgearbeitet. Auf diesen Platz könnten die Bittenfelder am Wochenende vorrücken, sollten sie auch die HSG Frankfurt Rhein-Main schlagen und der Bergische HC und Erlangen Punkte lassen. Die Frankfurter indes kommen nach Startschwierigkeiten immer besser in Schwung, siegten dreimal in Folge. „Je länger die Saison dauert, desto stärker wird die HSG“, sagt TVB-Trainer Günter Schweikardt. Zehn Spieler der TSG Münster und sieben der SG Wallau musste Trainer Mike Fuhrig zu einer Mannschaft zusammenfügen. Das dauert. Außer Frage steht, dass die HSG nominell hervorragend und namhaft besetzt ist. Jede Menge Erfahrung bringen die ehemaligen deutschen Nationalspieler Steffen Weber (37) und Jan-Olaf Immel (33) mit. Große Talente sind die Junioren-Nationalspieler Hannes Lindt, der vom SC Magdeburg kam, und Steffen Fäth. Letzterer hat Zweifachspielrecht beim Erstligisten VfL Gummersbach, bei dem er bereits Akzente setzte. Fäth wird auch morgen in Bittenfeld dabei sein.

Mit einem Sieg setzten sich die Bittenfelder im vorderen Tabellendrittel fest. Wobei der TVB nun öfter damit klarkommen muss, als Favorit in die Partie zu gehen. Spätestens der Sieg beim BHC dürfte für die Gegner Warnung genug sein.

Nicht dabei sein wird morgen Kai Häfner, der wieder für den Erstligisten FA Göppingen am Ball ist. „Natürlich hätten wir ihn gerne öfter dabei“, sagt Schweikardt. Damit liegt die Verantwortung im rechten Rückraum wieder vornehmlich auf Sebastian Seitner. Der Linkshänder scheint sein kleines Leistungstief überwunden zu haben.

Seit einigen Wochen plagt sich Florian Schöbinger mit Rückenbeschwerden herum, die ihn deutlich behindern. Er wird aber auch morgen wieder die Zähne zusammenbeißen.