Mit einem Sieg in die Spitzengruppe

(twa). Nach der ordentlichen Leistung gegen den EHV Aue muss Handball-Zweitligist TV Bittenfeld morgen vermutlich noch ein paar Prozent drauflegen: Der HC Erlangen gilt als besonders heimstark. Und der sehr gute Saisonstart wird den Franken zusätzlich Auftrieb geben. Der TVB hat die große Chance, sich mit einem Sieg in die Spitzengruppe zu spielen.

HC Erlangen (4. Platz, 6:2 Punkte) – TV Bittenfeld (7. Platz, 5:3 Punkte/Samstag, 19.30 Uhr). Souveräner als es das Ergebnis von 32:28 aussagt, hatte der TVB den EHV Aue im Griff. „Wir haben das mit Ausnahme der paar Minuten vor der Pause ordentlich hingekriegt“, sagt TVB-Co-Trainer Klaus Hüppchen. Sicher müsse bei der Analyse berücksichtigt werden, dass beim Gegner mit Alexander Matschos der Kopf des Teams gefehlt habe. „Aber wir wollen nicht päpstlicher sein als der Papst.“

Wichtig seien letztlich die Punkte gewesen. „Wir haben jetzt die Chance, uns in der Tabelle vorne reinzubewegen.“ Der Gegner indes gehört zu den Überraschungen der noch jungen Saison: Nach drei Siegen in Folge – 35:27 gegen den TV Neuhausen, 24:23 in Coburg, 29:20 gegen Obernburg – setzte es jetzt mit dem 28:29 bei Erstliga-Absteiger TUSEM Essen die erste Niederlage. Außerdem warfen die Erlanger den Erstligisten HSG Düsseldorf aus dem DHB-Pokal.

Der Kader des Vorjahresaufsteigers ist nahezu unverändert geblieben. Linkshänder Christoph Auer (zur SG BBM Bietigheim) musste ersetzt werden, für den Rückraumspieler holten die Franken den französischen Erstligaspieler Guillaume Laout. Dem gelangen in Essen gleich mal zehn Tore.

Mit den Brüdern Georg und Hannes Münch sowie Christoph Nienhaus und Routinier Tobias Wannenmacher im Rückraum, Bastian Krämer am Kreis und Daniel Stumpf auf Linksaußen ist der HCE hervorragend besetzt. Und im Tor steht mit Andreas Bayerschmidt (42) nicht nur eine körperlich imposante Persönlichkeit, sondern auch einer, der so manchem Gegner den letzten Nerv gekostet hat. „Wir haben auch gute Torhüter“, sagt Hüppchen. „Das wird ein interessantes Duell.“

Der Co-Trainer freut sich auf das Spiel und die „tolle Kulisse, ähnlich wie in Bittenfeld. So etwas lieben unsere Spieler.“ Interessant sei auch der Vergleich zweier ähnlicher Philosophien: Erlangen setze, wie der TVB, auf Spieler aus der Region und pflege den Tempohandball. Auffälligster Unterschied: Erlangen spielt vornehmlich eine offensive Deckung, der TVB bevorzugt in der Regel die defensive Variante. Das Ziel ist dasselbe: Möglichst schnell soll nach Ballgewinnen der Weg nach vorne gesucht werden.

Nicht ganz rund lief’s beim TV Bittenfeld unter der Woche. Einige Spieler kränkelten. Zudem sind Rechtsaußen Marco Hauk (Bluterguss im Oberschenkel) und Spielgestalter Alexander Heib (Kniebeschwerden) noch nicht hundertprozentig fit. Schlimmer erwischt hat es David Krammer. Der Rechtsaußen hat sich am Knie verletzt und wird einige Wochen ausfallen. Kai Häfner wird dem TVB morgen nicht helfen können. Der Linkshänder mit Zweifachspielrecht beim Erstligisten Göppingen muss auf sein erstes Spiel im TVB-Dress warten: Göppingen spielt fast zeitgleich gegen die HSG Düsseldorf. Und FA-Trainer Velimir Petkovic will den Junioren-Weltmeister unbedingt im Kader haben.

Pressespiegel HC Erlangen