TVB gewinnt beim HSC 2000 Coburg

Coburg. Die Zweitliga-Handballer des TV Bittenfeld haben die zweite Runde im Deutschen Pokalwettbewerb erreicht. Das Team um Trainer Günter Schweikardt besiegte am Samstag den Liga-Konkurrenten HSC 2000 Coburg mit 29:25 (14:14).

Es war ein Sieg fürs Selbstvertrauen. Ein Erfolg, der den Verantwortlichen Mut macht für das erste Zweitliga-Punktspiel am Freitag bei der TSG Friesenheim. „Wir haben gesehen, was wir können, aber auch, wo wir noch arbeiten müssen“, sagt der Co-Trainer Klaus Hüppchen. Besonders die letzten 15 Minuten waren so ganz nach dem Geschmack der Bittenfelder Trainer. Binnen acht  Minuten zog ihre Entourage von 21:21, den Ausgleich hatte Jürgen Schweikardt per Siebenmeter erzielt (45.), auf 26:21 davon. Es war die Vorentscheidung in einer bis dahin äußerst ausgeglichenen Begegnung vor rund 500 Zuschauern. Dem in der Schlussphase aber noch konsequenteren Defensivspiel der Gäste hatten die Coburger schlussendlich nichts mehr entgegenzusetzen. Und im Angriff nutzten die Bittenfelder nun ihre Chancen zu fast 100 Prozent. Auch Neuzugang Dominik Weiß, der nach 40 Minuten für den an diesem Abend torlosen Adrian Wehner aufs Feld kam, konnte sich mit zwei wichtigen Treffern in die Torschützenliste eintragen. Der 20-Jährige, der vom Landesligisten SG Schorndorf kam, feierte damit einen ebenso erfolgreichen Einstand wie die beiden neuen Torhüter Daniel Sdunek und Bastian Rutschmann. Das Duo hat sich in seinem ersten Pflichtspiel für den TVB als ähnlich harmonisches Paar erwiesen wie es Benjamin Krotz und Björgvin Gustavsson in der vergangenen Saison waren. Indes: Ob die Neuen auch die Klasse der beiden haben, und, so Günter Schweikardt, „ihre in den Testspielen gezeigte gute Leistung konstant in den Pflichtspielen abrufen können“, bleibt abzuwarten. „Ich bin aber sehr optimistisch“, sagt der Coach. „Sie sind auf dem richtigen Weg.“ Wie überhaupt das gesamte Zweitliga-Ensemble auf dem richtigen Weg zu sein scheint. In allen Mannschaftsteilen war die Leistung am Samstag solide, das Gegenstoßverhalten von Marco Haug auf der rechten und Marcel Lenz auf der linken Seite bereits stark. Dazu haben sich mit Ausnahme von Wehner und David Krammer, der allerdings erst in der 55. Minute für Hauk aufs Feld kam, alle Feldspieler in die Torschützenliste eingetragen.

Für den 61-jährigen Cheftrainer Schweikardt war die Pokalpartie ein Spiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe. Dass die Gäste letztlich doch entscheidend davonziehen konnten, lag vornehmlich daran, dass „wir ein eingespieltes Team haben“. Diesbezüglich hinken die Coburger mit ihren zahlreichen Neuzugängen noch ein wenig hinterher. „Sie werden sich aber sicherlich noch steigern“, ist sich Schweikardt sicher.
Dennoch: Die Pokalpartie war ein ernsthafter und für die Bittenfelder erfolgreich abgelegter Test für das erste Punktspiel. Beide Gegner, die Coburger und die Friesenheimer, spielen eine 6:0-Abwehr.  Allerdings weiß Schweikardt natürlich, dass die TSG, sollte sie an die Leistung der vergangenen Runde anknüpfen, wesentlich stärker einzuschätzen ist als der HSC Coburg. „Aber wir haben genug Selbstbewusstsein, um auch dort etwas holen zu können.“
Im Pokal hoffen die Bittenfelder derweil auf ein attraktives Los in der zweiten Runde. „Am besten der THW Kiel in der Porsche-Arena“, sagt Klaus Hüppchen augenzwinkernd. Vor dem Rundenauftakt stimmt also nicht nur die Leistung beim TVB, auch die Stimmung ist gut.

HSC 2000 Coburg: Selke, Martinsen; Werner (3/3), Göhl (5), Andersson (5), Kelm (1), Karapetjan (1), Lakiza, Kästner (1), Vrany (3), Kirchner, Rivera Vieco, Caillat (6).
TV Bittenfeld: Sdunek, Rutschmann; Seitner (8), Schöbinger (3), Weiß (2), Lenz (3), Schweikardt (3/2), Heib (1/1), Baumgarten (5), Hauk (3), Drobek (1), Krammer, Wehner.

Pressespiegel Coburg

Am kommenden Freitag gehts nach Friesenheim. Zum 1. Punktspiel wird bei ausreichenden Anmeldungen ein Fanbus eingesetzt.

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